Mit Mut und Vertrauen zu Goldmedaillen – und im Einsatz für Barrierefreiheit
Shownotes
Als Biathletin gewann sie Gold, als Präsidentin des Sozialverbands VDK kämpft sie für soziale Gerechtigkeit. Sprünge, selbst beim Bungeejumping, schrecken sie nicht. Unser Gast sagt: „Mut und Vertrauen entscheiden, ob wir Veränderungen gestalten oder von ihnen durchgeschüttelt werden wie in einer Waschmaschine.“
Mit Video findet ihr uns hier: https://www.youtube.com/@DerSprunginskalteWasser
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00:00:01: Als B-Athletin gewann sie Gold.
00:00:03: Als Präsidentin des Sozialverbandes VdK kämpft sie für soziale Gerechtigkeit.
00:00:08: Sprünge, selbst beim Bungie-Chumping, schrecken sie nicht.
00:00:11: Unser Gast sagt, Mut und Vertrauen entscheiden, ob wir Veränderung gestalten oder von ihm durchgeschüttelt werden wie in einer Waschmaschine.
00:00:21: Der Sprung ins kalte Wasser mit Jutta Allmendinger und Katja Kipping.
00:00:27: Heute zu Gast, Verena Bentele.
00:00:31: Ja, hallo Jutta, was gibt's Neues?
00:00:33: Hallo Katja, schön dich zu sehen.
00:00:35: Ja, ich habe etwas ganz Tolles zu berichten.
00:00:38: Ich bin ja so ein ganz, ganz kleines Mitglied von Victoria Berlin, der Frauenfußbermannschaft von Victoria Berlin.
00:00:45: Wir sind ja aufgestiegen, von der dritten jetzt in die zweite Bundesliga und ganz im Gegensatz zu Männern gibt man ja keine Startprämie, also unsere Spielerinnen müssen tatsächlich erwarbstätig sein, um spielen zu können, also das geht sonst nicht anders.
00:01:01: Und das ist natürlich eine riesige logistische Tour jetzt durch Deutschland durch.
00:01:05: Ganz anders als diese vorgängige dritte Liga.
00:01:09: Und jetzt ist jemand eingestiegen, ein Investorinnen aus den USA.
00:01:14: Monarch, heißen die.
00:01:16: Also auch ausschließlich Frauen, die jetzt reininvestieren werden, viel Geld reininvestieren werden.
00:01:22: Und wir sind so stolz, also so stolz.
00:01:26: Das hat Verena Pauster und viele andere.
00:01:29: Ich bin da nun ganz, ganz kleines Rädchen, aber das finde ich toll.
00:01:32: Und nach diesem Gespräch darf ich tatsächlich zum Notar gehen und da einige Dinge noch regeln.
00:01:38: Bei dir.
00:01:40: Dann bleibe ich mal thematisch im Bereich Sport, auch
00:01:42: wenn,
00:01:43: passt ja auch zu unserem Gast.
00:01:46: Du weißt ja, als Rettungsschummer muss man alle zwei Jahre, alle Prüfungen wiederholen und bei mir stand eins noch aus, nämlich das Tiefen tauchen.
00:01:54: Und ich habe so gedacht, weißt du, ich gehe jetzt auf die fünfzig zu, ich habe in meinem Leben schon das eine oder andere geschafft, mich irgendwie auf Parteitagen, mächtigen Gegnern, die Stirn geboten, irgendwie in Talkshows mich schwierigen Fragen gestellt.
00:02:06: Und dann habe ich gestern diese Prüfung gehabt und ich war sowas von aufgeregt vorher, dass ich gedacht habe, das passiert mir in dem Alter nicht mehr.
00:02:12: Wie
00:02:13: tief musstest du denn tauchen?
00:02:14: Naja, es ging nur dreieinhalb Meter, aber Fuß abwärts schrecklich.
00:02:18: Okay, genug.
00:02:19: Es ist auf jeden Fall bestanden.
00:02:21: Der Haken ist gesetzt und jetzt kommen wir zu wirklichen, sportlichen Erfolgen.
00:02:25: Herzlich willkommen, Verena Bentele.
00:02:27: Herzlich
00:02:28: willkommen dir.
00:02:29: Hallo.
00:02:30: Ich muss sagen, wir kennen uns schon ganz lange und von daher duzen wir
00:02:33: uns.
00:02:34: Genau.
00:02:35: Wer Rena Bentele, wer sie nicht kennt sollte, folgendes Wissen ist Biathletin, Skilangläuferin, Goldmedaillengewinnerin und Sozialpolitikerin.
00:02:45: Und wir kennen uns eigentlich eher aus dem Bereich der Sozialpolitik.
00:02:49: Und wir sind ganz gespannt, mit dir heute über deinen Sprung zu reden.
00:02:53: Als ich gestern noch mal mit ihr telefoniert habe und fragte, was würdest du denn als dein Sprung angeben?
00:03:00: Hat sie es spannend gelassen und gesagt, da wirst du bis morgen warten müssen.
00:03:04: Jetzt ist es soweit, Verena.
00:03:05: Was würdest du sagen?
00:03:06: Weil der große Sprung in deinem Leben.
00:03:08: Ja,
00:03:09: also erst mal vielen Dank euch beiden für die Einladung.
00:03:12: Ich musste gerade bei einem Vorgespräch schon so viel lachen und durfte mich ja noch gar nicht bemerkbar machen.
00:03:16: Aber ich mag eure beiden Geschichten, Tauern und auch Victoria Berlin mega cool.
00:03:22: Ach mein Sprung.
00:03:23: Also mein erster physischer Sprung war.
00:03:26: mit fünfzehn habe ich mir Als ich eine Goldmedaille gewonnen hatte, von einem Sponsor damals was wünschen dürfen und hatte dann gesagt, Mensch, ich würde eigentlich mal gerne ein Bungie-Sprung machen.
00:03:34: Die anderen Jungs, die mit mir, hey, das war wirklich ein Sprung.
00:03:38: Die anderen Jungs, die auch von dieser Firma gesponsert wurden, die waren dann etwas kritisch und haben ein bisschen kariert geschaut, weil sie gesagt haben, na tu, sehr lustig, da müssen wir alle mit.
00:03:46: Und dann standen wir zu fünft auf dem Hamburger Fensiturm und sind dann darunter gesprungen, alle mit mehr oder weniger Höhenangst.
00:03:52: Und das war richtig cool, ich fand's super.
00:03:54: Ich war natürlich auch die erste, die gesprungen, die gespringen musste, die anderen haben gemeint.
00:03:57: Schauen wir mal, ob Seil hält, springt du zuerst, Verena.
00:04:00: Und ich fand es mega toll.
00:04:01: Also das war der erste physische Sprung.
00:04:04: Zum Glück nicht in ein kaltes Wasser, das wäre jetzt so nicht mein Ding.
00:04:07: Aber mein zweiter großes Sprung, würde ich schon sagen, war von der Sportlerinnenkarriere.
00:04:13: nach dann eben fünfzehn Jahren Nationalmannschaft, dann Selbstständigkeit, Selbstständigarbeit nach dem Studium, was auch ganz toll war und mir auch eine schöne Erfahrung und Bescheid hat, dann der Sprung in die Politik.
00:04:25: Das war schon ein großer Sprung für mich.
00:04:28: Was man auch noch wissen sollte, ist, du bist von Geburt an plint im Bodenseekreis aufgewachsen, vor dem Hintergrund ist nochmal dein Wunsch, mit besonderer Präsentz, finde ich, und du warst Biatletin.
00:04:41: Und bevor wir über die Sozialpolitik reden oder den Punkt darin, bleiben wir mal bei der, bei all deinen Erfahrungen, die du so in der Welt des Sportes gemacht hast.
00:04:52: Vielleicht erst mal, wie kam es überhaupt, dass du dich dafür entschieden hast, so professionell den Sport einzusteigen.
00:04:58: Ich weiß aus einem persönlichen Gespräch mit dir, dass du jetzt auch nicht auf jede Sportabab fährst.
00:05:02: Also schwimmen zum Beispiel, glaube ich, damit könnte man dich jagen, ja.
00:05:06: Aber Skilanglauf, Biathlon.
00:05:09: Er hat das mit der Gegend zu tun, wo du aufgewachsen
00:05:11: bist.
00:05:11: Er hat das mit der Gegend
00:05:13: zu tun, wo du aufgewachsen bist.
00:05:14: Er
00:05:15: hat das mit der Gegend zu tun, wo du aufgewachsen
00:05:16: bist.
00:05:16: Er hat das mit der Gegend zu tun, wo du aufgewachsen bist.
00:05:18: Er hat das mit der Gegend zu tun, wo du aufgewachsen bist.
00:05:21: Ich
00:05:21: kann einfach zu schlecht schwimmen, glaube ich.
00:05:23: Ich kann schwimmen, weil meine Eltern waren auch da schlau.
00:05:25: Ich komme ja eben aus der Nähe vom Bodensee und bei uns war eigentlich am Sonntag mit den Eltern und später so als Jugendliche mit den Freundinnen und Freunden am Bodensee rumhängen, war schon so der Standard bei uns zu Hause.
00:05:35: Und als Bodenseekind tun die Eltern sich und allen gefallen, wenn sie den Kindern gleich mit drei, vier Jahren Schwimmen gut beibringen, weil dann können die selber Bücher lesen und wissen, dass die Kinder sicher sind.
00:05:43: Das hat meinen Vater genauso gehandhabt und meine Mutter.
00:05:46: Und deswegen war ich schon früh sehr viel im Wasser.
00:05:49: Ich habe da mit tauchen jetzt gar kein Problem, weil ich war immer sehr gerne und viel auch unter Wasser unterwegs und bin abgetaucht und habe mich von meinen Brüdern wieder hochwerfen lassen aus dem Wasser.
00:05:58: Also wir haben viel Quatsch gemacht, aber genau Schwimmen war jetzt nie so meine Sportart.
00:06:03: Sondern ich habe den Aggregatzzustand Schnee immer gemacht.
00:06:06: Ich war auch mit meinen Eltern Skifahren.
00:06:09: Die Berge runter ist da vom Bodensee auch nicht weit in die Alpen zu kommen.
00:06:12: Also war ich früher als auch vier, fünfjährige schon Alpine-Ski fahren.
00:06:16: Und dann später in der Schule, ich war in einer blinden Schule im Schwarzwald, konnte ich dann anfangen mit Judo und Langlauf und Leichtathletik und habe alles gemacht, was mir nur irgendwie über den Weg gelaufen ist an Sport.
00:06:26: Ich war einfach immer schon großer Bewegungs-Chunky und fand immer, ja, doch tatsächlich alles, was schnell und gefährlich ist, super.
00:06:34: Für mich gibt es auch noch so Bilder aus der Schwimmhalle, wo dann ein Reporter kam, der wollte uns beim Aquajoggen als Training für den Wintersportvorbereitung zuschauen.
00:06:43: Und ich bin erst mal mit einem Salto ins Wasser gesprungen, vorwärts vom Beckenrand, was echt auch ein bisschen gefährlich und doof ist.
00:06:49: Da könnte man ja auch mal mit dem Kopf irgendwo hängen bleiben, am Rand.
00:06:52: Und der Reporter war erst mal klatschnass.
00:06:54: Ich fand es mega lustig mit vierzehn.
00:06:56: Also ich war einfach immer so ein bisschen bewegungsverrückt und wollte was erleben und wollte, ja.
00:07:02: Einfach auch mein Radius erweitern, ich glaube, das hatte schon immer eine wichtige Rolle gespielt.
00:07:06: Wobei ja der Imperfekt ja gar nicht stimmt.
00:07:08: Also man könnte ja auch sagen, du bist es bis heute und wirst es wahrscheinlich immer bleiben, wenn ich mir so deine ganzen
00:07:13: Sorgen.
00:07:13: Hast du recht, dass es richtig, dass durchzieht schon mein Leben.
00:07:16: Und jetzt gerade dieser, den Berlin-Marathon bei großer Hitze gelaufen.
00:07:19: Unglaublich.
00:07:19: Was
00:07:19: auch ein bisschen strapazös war bei, weiß ich nicht, sechs,
00:07:23: sieben und zwanzig.
00:07:24: Das war schon, aber mir hat es mega Spaß gemacht und mir tut das neben der Arbeit her vor allem richtig gut und es ist immer noch der beste Energieausgleich.
00:07:33: Wenn ich müde und fertig bin, dann wollen andere eine Couch.
00:07:35: Ich will laufen.
00:07:36: Das ist so der Unterschied vielleicht.
00:07:37: Oder du vielleicht schwimmen.
00:07:40: Ich
00:07:41: meine, mit diesem Beerdlohn, ich verstehe das mit dem Skifahren.
00:07:46: Ich fahre auch gerne unglaublich schee.
00:07:49: Und auch Alpine mache auch ein bisschen Langlauf.
00:07:53: Aber wenn ich mir vorstellen würde, dass ich nichts sehen kann.
00:07:57: Dann wären zwei Dinge für mich sehr verrückt, nämlich einmal zu schießen, was man beim Bioglod muss.
00:08:03: Das kann ich mir auch gar nicht vorstellen.
00:08:04: Ich kann mir das vorstellen, wie man begleitet wird beim Laufen.
00:08:08: und dann immer so kleine Hinweise bekommt, hinsichtlich der Richtung.
00:08:11: Aber wie das mit dem Schießen funktioniert, keine Ahnung.
00:08:14: Und das finde ich schon also mega, dass man sich diesen Sport rausgesucht hat.
00:08:19: Und das Gleiche ist natürlich, dass ich schon Luft holen muss, wenn ich dann mal einen ganz steilen Berg runterfahre.
00:08:25: Und das kann ich mir ja gar nicht vorstellen, wenn man da nichts sehen würde.
00:08:28: Ich bin dann in diesem Situation, wenn es neblick ist, und da tue ich mich schon schwer und würde absteigen.
00:08:38: Wo hast du denn diesen Mut?
00:08:39: Es sind ja zwei Fragen.
00:08:41: Wie macht man das beim Schießen, wenn man nicht sehen kann?
00:08:44: Das verstehe ich einfach nicht.
00:08:46: Es ist eine ernsthafte Frage.
00:08:47: Und das andere ist so eine Frage nach Mut und Vertrauen.
00:08:51: Fangen wir mit dem Einfachen an, das Schießen.
00:08:53: Da haben wir ein total klasse akustisches System.
00:08:57: Da wird von der Zielscheibe ein Signal gesendet und ich habe dann einen Kopfhörer auf.
00:09:01: Wenn ich mich an den Schießstand begebe, setze ich einen Kopfhörer auf, nehme das Gewehr an die Schulter und bewege das Gewehr und höre dann wirklich wie so eine Einparkautomatik am Auto.
00:09:11: Höre ich dann, wenn der Ton ganz hoch wird, dann bin ich im Zentrum in der Mitte der Scheibe, drücke ab und bin dann entweder im Trefferbereich und dann höre ich so ein Blub, dann habe ich getroffen und ich höre ein Blub und dann weiß ich, okay, Strafrunde oder Strafminute.
00:09:24: Ich war eine sehr, sehr gute Läuferin, hatte immer eine super Technik, gute Ausdauer, aber ich war leider nicht so eine ganz gute Schütze.
00:09:30: Ich fand den Beatlon halt immer spannend, weil das ist halt schon ein Thrill und ein guter Kitzel, wenn man laufen und hektik und ruhig und schießen, so zwei unterschiedliche Disziplinen hat, das ist toll.
00:09:41: Aber was ich einfach nie so wirklich mochte, Das schießen an sich und ich bin eine... große Pazifistin.
00:09:49: Und ich glaube, das Schießen selber hat mich nie so viel interessiert, dass ich da noch mehr investiert hätte ins Schießen.
00:09:55: Ich mochte immer nur diese Ruhe da dran.
00:09:57: Und deswegen, ja, hätte ich einfach nochmal beim Schießen auch ein bisschen mehr trainieren müssen, vielleicht.
00:10:02: Ich habe ja gar nicht nötig gehabt.
00:10:07: Nee, nee, wenn
00:10:08: man zwölfmal Gold bei Olympischen spielen und Firma bei der Weltmeisterschaft.
00:10:13: Aber ich habe mich beim Piatlohn auch oft was verduddelt durchs Schießen.
00:10:16: Also ich bin auch oft auf Zweite.
00:10:17: dritte, fünfte geworden.
00:10:19: Einmal habe ich die Scheibe der Nachbarin getroffen, da bin ich natürlich letzte geworden.
00:10:22: Also ich hätte noch mehr gewinnen können, wenn ich mal besser geschossen hätte.
00:10:25: Aber es hätte noch mehr.
00:10:26: Alles gut.
00:10:27: Es ist super und es macht total Spaß.
00:10:30: Es ist einfach super, ohne jegliche Einschränkungen.
00:10:34: Ich habe das jetzt auch verstanden, immer noch nicht verstanden, weil der Wind ja beim Schießen eine extreme Rolle spielt, wie man dann kalkulieren kann, wie das Geräusch sich sozusagen durch den Wind verschickt.
00:10:44: Ja, das ist wirklich
00:10:44: eine Trainingssache und ganz kleine Bewegung.
00:10:47: und Feinmotorik und vor allem wirklich, aber das wissen wir alle auch aus unseren verschiedenen Tätigkeitsbereichen, Jobs oder auch dem Privatleben und unserem Ehrenamt, dass die Haltung dazu eine ganz wichtige Frage spielt.
00:11:01: Bin ich mir im Kopf schon wieder auf der Strecke?
00:11:03: oder bin ich gerade bei dem, was ich wirklich tue, bin ich auf meiner Matte, liege ich hier beim Schießen, konzentriere ich mich auf meinen Ton oder, wie es Frau Bentele manchmal gemacht hat, höre ich schon der Nachbarin zu, die steht ja schon auf.
00:11:15: Und ich will eigentlich hinterher.
00:11:17: Und das
00:11:18: ist ein ganz großes mentales Training.
00:11:21: Und diese andere Sache, ich würde wirklich von mir selber... Weiß ich das so aus meiner Erfahrung sagen, dass das Entscheidende am Ende wirklich Mut und Vertrauen ist, um zum Beispiel dann eben auch ohne zu sehen und zwar wirklich ganz ohne sehen.
00:11:34: Ich muss beim Bierteln und beim Skilanglauf so eine abgeklebte Brille aufsetzen.
00:11:38: Im Alltag sehe ich noch hell und dunkel.
00:11:40: Aber im Langlaufsport, um da wirklich gleiche Bedingungen zu schaffen, muss ich so eine verdunkelte Sonnenbrille aufziehen oder Skibrille, dass ich wirklich gar nichts mehr sehe.
00:11:48: Und dann geht es wirklich sehr viel darum, sich ein gutes System zu erarbeiten, indem man sich sicher fühlt, aber dann irgendwann eben auch das Vertrauen zu haben und den unbedingt Wunsch der Person, die voran fährt, den Begleitläufer nachzufahren.
00:12:01: Gas zu geben, sich darauf zu verlassen, der wird es auch gut machen und ich selber kann auch gut fahren.
00:12:06: Also dann ist wirklich das Vertrauen in den anderen und die eigenen Fähigkeiten und auch der Wunsch, dieses Ziel zu erreichen.
00:12:12: Das muss groß genug sein und das ist es bei mir absolut auch bis heute.
00:12:16: Ich finde Vertrauen wirklich so für mich das große Lebensthema.
00:12:21: Hat ja auch viel mit eurem Thema Sprung ins kalte Wasser zu tun.
00:12:24: Auch dafür braucht es ein Stück weit Vertrauen, dass man auch wieder auftaucht, nachdem die Haare einmal nass sind.
00:12:30: Und ich finde genau dieser Mut und das Vertrauen sind am Ende entscheidend darüber, ob wir selber beispielsweise auch Veränderungen gestalten oder warten bis uns die Veränderung durchschüttelt wie eine Waschmaschine.
00:12:40: Das ist für mich so ein spannender, spannendes Thema.
00:12:43: Jetzt
00:12:43: sitzt ja unser Produzent vor mir, Jan Wetzel, und ich hatte ja mal das große Glück, mit ihm ein Buch zu schreiben über die Vertrauensfrage.
00:12:52: Und auf den ersten Seiten wird natürlich dann schon über Georg Simmel gesprochen, der sagte Vertrauen ist so etwas, dass man sich eine belastbare Hypothese über das wahrscheinliche Handeln anderer aufbaut.
00:13:04: Wie hast du denn in diese belastbaren Hypothesen deiner Begleitläuferinnen und Begleitläufer aufgebaut?
00:13:10: Wie geht das denn?
00:13:11: Also wie viel Zeit braucht man, um dann tatsächlich, ich zitiere dich jetzt, diesen unbedingten Willen, aber auch das unbedingte Vertrauen zu haben, danach zu fahren, wo man nicht sieht und es geht, was was ich für sich.
00:13:23: Also ich denke immer, wenn... Ich so Gespräche für das Thema Vertrauen.
00:13:27: Da sollten mal ganz viel auch aus der Politik zuhören, weil das ist eigentlich auch was Handlungsleitendes für politisches Arbeiten.
00:13:33: Für mich ganz klar muss erst mal sein, dass alle offen und transparent sind und sagen, was sie gegenseitig wollen und brauchen.
00:13:41: Bei mir zum Beispiel, ich sehe nichts und das finden natürlich viele Leute immer sehr dramatisch, wie man das überhaupt machen kann, obwohl man das nicht sieht.
00:13:47: Ich sage mal, das ist irgendwie auch ... Also für mich eine ... Gute Sache.
00:13:51: als jemand, die nicht sieht, weiß ich schon sehr genau, wo ich Hilfe brauche.
00:13:54: Viele andere Menschen wissen das gar nicht so gut, was sie eigentlich für Unterstützung und Hilfe brauchen.
00:13:58: Ich weiß es meistens schon ziemlich genau und kann es auch artikulieren, kann auch sagen.
00:14:03: Katja hat mich vorher am Eingang her abgeholt und wir kennen uns jetzt ja auch ein bisschen, dann habe ich einfach klar gesagt, ich hake mich jetzt bei dir ein, dann sind wir schneller und kommen besser durch die alten, schweren, schönen Türen durch.
00:14:15: Ich mein, man kann es auch kompliziert machen und ich könnte irgendwie hinter dir herlaufen und weiß ich nicht.
00:14:21: Deine Schuhe, wenn sie nicht laut sind und klackern, würde ich da nicht hören.
00:14:24: Da müsste ich also wieder gucken, wo bist du gerade?
00:14:26: Wir können es kompliziert haben, wir können es aber auch einfach haben.
00:14:29: Und das ist jetzt wirklich ein sehr simples Beispiel.
00:14:31: Und bei den Begleitlaufen ist ein bisschen ähnlich.
00:14:33: Ich muss natürlich vorher ein paar Voraussetzungen abklären.
00:14:36: Sind das Personen, die selber so fit sind und sportlich gut, dass sie schneller sind als ich?
00:14:40: Weil die müssen vor mir laufen, müssen sich auch noch nach mir umdrehen, dass sie mir nicht weglaufen.
00:14:45: und dass sie sehen, ob ich auf der richtigen Spur bin.
00:14:47: Sie müssen links und rechts unterscheiden können, sie müssen gute Ruhe haben, sie müssen gut erklären können und einen Überblick haben, auch über komplizierte Situationen, wenn vor dir eine Kurve ist, links und rechts Konkurrentinnen auch mit ihrem Begleit laufen.
00:15:01: Das ist ja auch da ein bisschen unübersichtlich, da brauchen sie ein bisschen Überblick.
00:15:05: Und man muss sich einfach auch grundständig mögen, weil ansonsten hält man Stresssituationen schlecht zusammen aus.
00:15:11: Aber vor allem diese Transparenz und ... Das klare Ziel, finde ich, sind ganz wichtige Dinge.
00:15:17: Das ist ja was, was in der Politik oft schwierig ist, weil der Person was fordert und man denkt, was will sie eigentlich damit oder eher.
00:15:23: Und das Ziel ist eigentlich ein ganz anderes.
00:15:25: Zum Beispiel, ein Thema kaputt zu machen, schafft mir relativ gut, indem man immer wieder mit populistischem Schwan um die Ecke kommt.
00:15:32: Da, glaube ich, manchmal könnte Politik vom Sport auch was lernen.
00:15:36: Man merkt sozusagen, dass ... Das finde ich offensichtlich auch ein sehr logischer Übergang war von der Welt des Sports in die Welt der Politik.
00:15:44: Verena Bentele war von... Findest du, dass
00:15:45: das logisch klingt?
00:15:45: Bei ihr klingt das, finde
00:15:46: ich, total logisch.
00:15:46: Ich finde das total unlogisch.
00:15:47: Aber ich wollte noch... Aber ich wollte noch... Außerdem
00:15:48: hat sie ja Sprachen studiert und ist Ich-Deule mir das wirklich total hart.
00:15:50: Dazu kommen wir gleich
00:15:51: nicht.
00:15:51: Ich wollte noch mal... Für alle, die das nicht wissen, Verena war von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von
00:15:57: den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren
00:15:58: von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren
00:16:00: von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von.
00:16:07: seit Mai, die Präsidentin des Sozialverbandes VdK.
00:16:12: Dieser Wechsel scheint ja auch einer der großen Sprünge zu sein.
00:16:16: Aber bevor wir darüber reden, will ich nochmal, es ist jetzt schon teilweise angeklungen so zu dem ganzen Thema Teilhabe an der Gesellschaft als Blinder auch, weil ich glaube, viele, die uns hier zuhören, können sich vieles noch gar nicht vorstellen, wissen gar nicht, wo eine Barriere ist.
00:16:32: Wir haben jetzt schon gehört, wie du dich orientierst beim Biathlon.
00:16:36: Aber sag doch nochmal so echt für Anfänger, die nicht wissen, wie das Leben ist, weil man eine Seebeeinträchtigung hat.
00:16:43: Was für Barrieren sind besonders nervig?
00:16:45: Was macht dir den Alltag unnötig kompliziert?
00:16:48: Also besonders nervig sind einfach alle Barrieren, die ... vermeidbar werden.
00:16:53: Wir haben früher wohl offensichtlich sehr lange überhaupt nicht daran gedacht, dass Menschen eine Behinderung haben könnten.
00:17:00: Ich finde das immer so ein bisschen erstaunlich, aber deswegen gibt es Bahnhöfe, die jetzt keine Treppen haben, die keine Aufzüge haben und keine Rolltreppen.
00:17:09: Wo ich immer sage, für mich, wenn die Leute sagen, Gott ist für dich schwierig, sage ich immer, nee, für mich gerade nicht, weil ich bin Sportlerin, ich bin fit.
00:17:15: Ich hab's mit den Augen.
00:17:16: Bei mir ist nicht die Treppe das Problem.
00:17:18: Ich kann meinen super schweren Koffer auch selber tragen.
00:17:20: Ich brauch da keine Männer für, die auf Gentlemen machen wollen.
00:17:23: Ich mach das selber.
00:17:23: Also brauch ich nicht, krieg ich selber hin.
00:17:25: Was für mich aber dafür doof ist.
00:17:27: Und mich dafür mehr einschränken wie zum Beispiel eine Freundin, die ein Rollstuhl nutzt.
00:17:32: Die könnte wiederum am Bankautomat, der nun Display hat, natürlich easy Geld abheben oder an so einer Selbstbedienungskasse, wo man die Produkte selber einscannen muss und dann muss man auch weiter drücken.
00:17:43: Das ist natürlich für meine Freunde, die normal sehen, die keine Behinderung haben oder andere Behinderung als ich, ist das alles kein Problem.
00:17:49: Wenn es nur noch solche Self-Service-Kassen im Supermarkt gäbe, könnte ich eigentlich faktisch nicht mehr alleine einkaufen.
00:17:55: Oder die Technik wird irgendwann so super.
00:17:56: Man legt alles nur noch in den Korb und das Gerät macht alles alleine und spricht am Schluss mit mir und sagt, liebe Verena, das kostet fünfzehn Euro Achtzig.
00:18:04: Dann könnte ich meine Karte hinhalten und wir werden fein miteinander, aber das gibt's ja nicht.
00:18:07: Aber selbst wenn du dann deine Karte hinhältst, wie weißt du denn, dass fünfzehn Euro Achtzig abgebucht werden?
00:18:13: Ja, genau.
00:18:14: Da müssen wir alles voll krachen.
00:18:16: Also
00:18:16: auch beim Taxifahren oder so.
00:18:19: Also man muss ja total vertrauen, dass diese Leute ...
00:18:24: Ganz interessante Geschichte.
00:18:25: Ich habe schon ganz oft Leuten, Taxifahrern und anderen Menschen meine PIN verraten,
00:18:30: die oft
00:18:30: ihr eure PIN verratet, wahrscheinlich nicht mal euren Partnerinnen und Partnern oder wie auch immer.
00:18:35: Ich verrate meine PIN eigentlich auch jetzt nicht so jedem.
00:18:38: Aber mein Partner sowieso ständig, wenn wir irgendwo unterwegs sind und ich was bezahle und dann sage ich ihm halt ins Ohr, was wie meine PIN ist.
00:18:45: Er vergisst sie dann auch immer wieder danach.
00:18:47: Aber ich habe auch schon diversen Leuten im Taxi oder wo auch immer, weil die halt nur noch Kartenlesegeräte haben mit Display und nicht mehr.
00:18:53: mit Knöpfen.
00:18:54: Und das sind Alltagsbarrieren, die sind unnötig und extrem nervig, weil sie mein Leben einfach erschweren und mir auch Steine in den Weg legen an Stellen, wo es nicht sein müsste, wenn wir wirklich eine gesetzliche Verpflichtung hätten für mehr Barrierefreiheit und einfach alle Anbieter dran denken würden.
00:19:10: Es gibt halt unterschiedliche Bedürfnisse.
00:19:12: Und es gilt für mich, als jemand, die nicht sieht, aber auch für viele ältere Menschen, die mit vielen Gerätschaften auch am Bahnhof mit einem Fahrkartenautomat einfach komplett überfordert sind.
00:19:21: Und die Krise kriegen, wenn sie den bedienen müssen.
00:19:23: Du hast dich ja als Behindertenbeauftragte tatsächlich für so eine gesetzliche Verpflichtung ausgesprochen.
00:19:29: Insbesondere natürlich für private Unternehmen Barrierefreiheit zu erzeugen.
00:19:34: Da bist du nicht so richtig vorwärts gekommen.
00:19:37: Das ist bis heute nicht so.
00:19:38: Wie erklärst du dir denn
00:19:39: das?
00:19:40: Ja, wir sind daran bis heute gescheitert und das Gesetz, das sogenannte Behindertengleichstellungsgesetz, ist gerade schon wieder in der Diskussion und unsere Verbände, Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, viele andere kämpfen dafür, auch mit einigen aus der Politik, dass diese Verpflichtung kommt.
00:19:55: Mai, das ist immer so ein bisschen eine schwierige Sache.
00:19:57: Vorgeschoben wird immer, dass die Wirtschaft unnötig belastet ist.
00:20:00: Find ich interessant, wenn man weiß, wir haben immer mehr ältere Menschen, wir haben Menschen mit Behinderungen, die genauso Steuern zahlen, die genauso teilhaben am Leben, die genauso die Daseinsvorsorge brauchen, ist es eigentlich gar keine Frage, dass es auch für Unternehmen eine Erweiterung und eine Veränderung ist, die ohnehin irgendwann kommt, die halt durch so eine Verpflichtung beschleunigt wird.
00:20:21: Eine Verpflichtung bedeutet auch nicht, dass jeder, der jetzt in drei Stufen vom Restaurant hat, schließen muss, sondern bedeutet, die kaufen sich dann eine kleine, mobile Rampe.
00:20:29: Wenn jemand kommt mit Rollator, dann wird diese Rampe angelegt.
00:20:33: Oder wenn die Verena kommt, dann kommt, was sowieso oft funktioniert, kommt irgendeine nette Dame oder nette Herr, die sagen, heute auf der Tageskarte ist die Kürbissuppe.
00:20:41: Ich frag ja sowieso nach, und dann lesen die mir das vor, das ist eine angemessene Vorkehrung, wenn die nun eine Tafel haben, auf der die Gerichte stehen.
00:20:48: Und darum geht es eigentlich, dass wir damit erst mal einstehen, steigen und da gibt es einfach so viele Vorbehalte und so viel Kritik.
00:20:55: und das finde ich immer so spannend, weil auf der einen Seite war das Thema bisher nicht wichtig genug, dass es angepackt wurde.
00:21:01: Auf der anderen Seite sage ich immer, uns wurde so ein Lichtschwert und so viel Macht gegeben, dass anscheinend wir jetzt die Wirtschaft zum Erliegen bringen durch die Barrierefreiheit.
00:21:09: Das steht eigentlich in keinem Verhältnis.
00:21:10: Also es ist wirklich am Ende eine Wollens- und Willensfrage.
00:21:14: ob sich genug Menschen finden, die nicht selber davon im Moment betroffen sind und trotzdem sehen das Thema ist wichtig.
00:21:20: Also auch wir haben alle oder die allermeisten von uns haben zum Glück noch keinen Feuer irgendwo in einem Haus erlebt und trotzdem finden wir alle Brandschutz wichtig.
00:21:28: Also ich in jedem Fall, da können wir uns alle darauf verständigen, dass Brandschutz nichts ist, was wir streichen sollten, aus irgendwelchen Baunormen.
00:21:34: Und da denke ich, die Barrierefreiheit wäre halt der nächste logische Schritt, um sich auf die Vielfalt von der Gesellschaft einzustellen.
00:21:41: und allen Menschen auch zu ermöglichen Potenziale zu entfalten.
00:21:44: Das ist ja auch für dich jetzt als Wissenschaftlerin.
00:21:46: Ich meine, da sind Talente und Potenziale zu erkennen, zu fördern.
00:21:49: Das ist ja immer nennend in der Wissenschaft.
00:21:51: Hat ganz viel auch damit zu tun, was Menschen für Voraussetzungen haben.
00:21:55: Und ist in Deutschland durch das unterschiedliche Elternhaus, durch unsere Herkunft, durch die Schicht, dass wir kommen, durch die finanziellen Bedingungen, eh schon so unterschiedlich.
00:22:02: Und dann kommen solche Barrieren eben auch noch erschwerend hinzu.
00:22:05: Als mich wirklich sehr, sehr beeindruckt hat ist, da war ich auch gerade mal, in den USA vollständig, selbstverständlich eine Barrierefreiheit, auch bei den kleinsten Versammlungen, eine Gebärdendolmetscherin, all das, wenn ich nach Deutschland zurückkam, fehlte.
00:22:23: Gleichermaßen ist natürlich die USA ein Land, wo es wesentlich weniger soziale Absicherungen gibt.
00:22:30: Und diesen Unterschied ja auf der einen Seite des Fehlens von Elterngeld oder Kindergeld oder alleine Medicare und so etwas.
00:22:39: Auf der anderen Seite aber doch eine viel selbstverständlichere und ungefragte Hilfe, Personen mit Behinderung oder Beeinträchtigung zu integrieren.
00:22:48: Das war schon immer mal etwas, was ich näher untersuchen wollte.
00:22:52: Das werde ich auch noch mal tun.
00:22:53: Ich habe immer noch keine richtige Antwort darauf.
00:22:56: Wie so eine, was ich als im Balance, weil man ja denkt, das eine geht mit dem anderen daher.
00:23:01: Aber das eine geht nicht mit dem anderen daher.
00:23:04: Wie würdest du das eigentlich von der Terminologie her bezeichnen?
00:23:08: Also ich habe dann in den USA, hab ich dann Handicapped-People gelernt.
00:23:13: Jetzt hier sagt man ja oft Behinderte, dann sagt man Menschen mit Beeinträchtigung.
00:23:18: Was würdest du denn da als eine ... für dich akzeptable Terminologien.
00:23:22: Ja,
00:23:23: also ich find, was ich gar nicht mag, ist, wenn Menschen nur sagen, die Behinderten, weil da denk ich immer, ich bin ja nicht nur meine Behinderung, ich bin ja erst mal ein Mensch.
00:23:30: Und ich seh halt nix, aber ich mein, ich bin halt in anderen Bereichen dafür ganz schön toll.
00:23:34: Na ja.
00:23:35: Stimmt mir auch.
00:23:36: Ja, so wie ihr halt auch, ihr seid auch ganz schön toll.
00:23:39: Deswegen macht ihr einen Podcast mit tollen Männern.
00:23:41: Also jetzt genug hier Fishing vor irgendwas, aber ich bin ja in erster Linie, machen mich andere Dinge aus.
00:23:47: Ich bin eine Frau, ich bin ... Sportlerin, ich bin Sozialpolitikerin, ich bin Vegetarierin, ich bin ja Schwabe, Schwäben, ich bin so viel anderes noch und nicht nur blind.
00:23:57: Und deswegen ist für mich immer Mensch mit Behinderung.
00:24:00: oder Menschen, die behindert werden, ja auch durch Barrieren der Gesellschaft, finde ich eigentlich schon, oder Handicap finde ich auch gut.
00:24:07: Mag ich ganz gern das Wort, weil das im Deutschen ja auch in der Golfsprache, im Golfsport verwendet wird.
00:24:12: Ja, das ist doch auch nirgendwo.
00:24:12: Und das finde ich immer ganz nett, weil da denke ich immer, da kann man sein Handicap verbessern.
00:24:16: Und auch als Mensch mit Behinderung, der ich jetzt bin, geht es ja darum, Nicht das Handicap zu verbessern, kann ich momentan nicht meine Augen machen, nicht das, was sie sollen.
00:24:25: Die können nicht gucken.
00:24:26: Aber ich kann zumindest verbessern, wie ich damit klarkomme.
00:24:29: Und da war für mich meine Oma wirklich eine prägende Figur.
00:24:31: Die war mit mir in Lourdes.
00:24:32: Ich komme aus einer katholischen Familie.
00:24:35: Und dann war meine Oma in Lourdes mit mir.
00:24:36: Kleine Story.
00:24:38: Hat in so einem Podcast ordentlich Platz.
00:24:39: Aber genau, kleine Geschichte meiner Oma.
00:24:41: Die war mit neun Jahren mit mir in Lourdes.
00:24:43: Und hat dann gesagt, ja, ich will mit dir da unbedingt hinfahren, will da was mit dir erleben.
00:24:49: Und ich hab dann so später mal als Jugendliche sie ganz provokant gefragt, sei mal, Oma, was war denn das eigentlich für ein Move-Wolz, die Wunderheilung oder was?
00:24:56: Und dann meinte meine Oma, ganz schlau, nee, ich wollte, dass du dein Leben, mit deinem Leben gut klarkommst und das gut tragen kannst.
00:25:01: Und das finde ich, bin ich ja bis heute total dankbar, ob das jetzt, ich glaube es nicht, dass sie das in Not kam, aber ich finde das total schlau, weil am Ende geht es ja auch darum, wie wir damit umgehen, ob wir das annehmen.
00:25:13: was wir uns für Techniken erarbeiten, wie wir mit anderen Menschen interagieren.
00:25:18: Das ist am Ende viel wichtiger als die Frage, was mich jetzt alles behindert.
00:25:23: Zu den Barrieren, die ja oft immer noch stören, gehören ja nicht nur baulich und materielle, sondern auch die Barrieren, die Leute im Kopf haben.
00:25:32: Also man sieht immer wieder das Menschen im Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben, irgendwie unsicher sind.
00:25:40: Was würdest du jetzt sagen?
00:25:41: Was soll man unterlassen?
00:25:43: Was sollte man tun?
00:25:45: Unterlassen in jedem Fall, mich einfach irgendwo anzufassen in der U-Bahn.
00:25:48: Wenn du jetzt kommst und wir kennen uns und du sagst, hey, Verena, umarmst mich, ist es für mich easy, weil wir kennen uns.
00:25:56: Du darfst so was machen, du auch als Kuhl.
00:25:58: Aber wenn wildfremde Menschen kommen, auch an der Stimme, das ist alles gut.
00:26:04: Wenn aber wildfremde Menschen kommen.
00:26:06: Ihre Hand auf mich legen oder fragen, kann ich Ihnen helfen?
00:26:08: Und dann schon anfangen, irgendwo an meinem Körper mich rumzuschieben.
00:26:11: Das kann ich wirklich gar nicht leiden.
00:26:14: Oder am besten, Sie führen mich und nehmen zum Beispiel meinen Blindenstock und heben den vom Boden ab.
00:26:18: Das bringt mir nichts.
00:26:19: Ich muss ja spüren, wo ist die Stufe in die S-Bahn.
00:26:22: Ist ja besser, wenn ich das spüre.
00:26:24: Und dann bringt es mir nichts, wenn jemand meinen Stock nimmt.
00:26:26: Also ich sag das dann auch schon sehr deutlich.
00:26:28: Und ich weiß natürlich, meine Familie, Freunde sagen alle Verena, die sind unsicher, die Menschen, die wissen das nicht.
00:26:33: Aber ich finde immer wirklich... Alles ist super, wenn Menschen fragen.
00:26:37: Wenn mich jemand fragt, brauchen sie Hilfe.
00:26:39: Und die Situation, gerade in Berlin, wo ich mich einfach deutlich schlechter auskenne, in vielen Ecken dieser Stadt am Bahnhof Zoo, muss ich dann doch mal fragen, wie komme ich von der SZU-Bahn, da muss man ja nach draußen und wieder woanders rein.
00:26:50: Ich bin auch froh, wenn mir Leute helfen, wirklich.
00:26:52: Also deswegen ist es super, wenn mich jemand fragt, brauchen sie Unterstützung.
00:26:56: Aber wenn mich jemand einfach ungefragt, irgendwo anpacken kann ich gar nicht leiden.
00:26:59: Und deswegen am besten ... sind die Barrieren abgebaut mit Fragen und mit auch keine Scheu.
00:27:05: Also, mich kann man auch wirklich alles fragen.
00:27:07: Deswegen finde ich Fragen immer super.
00:27:09: Ich glaube, hier ist jetzt Zeit, mal so ein erstes Take-Away zu formulieren.
00:27:13: Zunächst mal brauchen, wenn ja ganz andere Gesetzeslager, das wurde ja mehr als deutlich ausgetrückt.
00:27:19: Und dann, wenn ich das so zusammenfassen darf, vielleicht ist es falsch, schon korrigiere mich, sagst du, eigentlich ist eine Hilfsbereitschaft da, aber diese Hilfsbereitschaft wird dann oft zu etwas übergreifig.
00:27:31: nicht sozusagen angebotene, wo man dann sagen kann, ja gerne und das machen wir so und so, sondern es wird dann einfach auf einen draufgestellt.
00:27:40: A, Dess und B finde ich einfach die Unsicherheit riesig und da wünsche ich mir eben wirklich viel mehr Begegnungsräume, Erlebnisse.
00:27:45: Jetzt sind wir Sportlerinnen, ich meine da ist einfach ein Riesenvorteil auch so von meinen Freunden, die ich aus dem Sport habe.
00:27:52: Wir haben uns alle ganz anders kennengelernt mit der gemeinsamen Leidenschaft Sport und da Ja, da hat man einfach tolle Möglichkeiten, sich mit einer anderen Person auseinanderzusetzen, sie kennenzulernen und verliert die Unsicherheiten.
00:28:05: oder meine nicht neffen Patenkinder.
00:28:07: Für die ist es total normal, mit mir Wettrennen zu spielen.
00:28:10: Die nehme ich halt dafür an die Hand auf dem Spielplatz, wo ich mich nicht auskenne.
00:28:13: titschen dann selber zuerst den das Ziel an, lassen mich dagegen laufen und haben dann auch noch gewonnen und freuen sich halt einen ab.
00:28:20: Aber ich meine, für mich ist es total lustig.
00:28:22: Ich mache das super gerne mit denen so einen Schmarrn, weil dann die haben einfach keine Angst davor, mich auch mal mit mir irgendwo hinzugehen.
00:28:29: Oder wenn ich meine Nichte sage, schau mich mal an, dann sagt die Ader unter deinem Auge hast einen schwarzen Punkt, komm, ich mach den mal weg.
00:28:35: Für die ist es normal, mein Spiegel zu sein, das finde ich super.
00:28:38: Jetzt bist du ja auch Autorin.
00:28:39: Ich weiß gar nicht, was du nicht bist.
00:28:41: Du bist auch diejenige, die am meisten mit Preisen überhäuft, wurde zurecht, wie ich finde, von allen Personen, die wir bislang in unserem Podcast, wahrscheinlich auch von allen, die wir demnächst haben werden.
00:28:54: Dein Buch, das heißt ja, dass es viel mehr um Vertrauen als um Kontrolle geht.
00:29:00: Aber du bist ja auch schon mal selbst so richtig, ja.
00:29:04: enttäuscht worden oder richtig auch körperlich verletzt worden, weil das Vertrauen eben doch versagt.
00:29:10: Also dein Vertrauen war da, aber die andere Person hat es irgendwie hier total unwildlich auch gebrochen.
00:29:19: Muss man dann kämpfen, den Vertrauen wieder zurück zu gewinnen?
00:29:23: Also erstmal ist wichtig, das war damals ein Skiunfall bei den deutschen Meisterschaften und der Begleitläufer hat mir links und rechts falsch angesagt und leider ging es eben neben der Strecke nicht einfach in den Tiefschnee, sondern in dem Winter war, wie öfter bei uns durch den Klimawandel wenig Schnee und neben der Strecke ging es drei Meter runter in so ein trockenen Fluss und ich bin auf Steine geknallt und habe mich einfach richtig arg verletzt am Knie, aber vor allem innere Verletzungen, die erstmal nicht entdeckt wurden.
00:29:47: Also war ein bisschen ein Mist diese ganze Sturz.
00:29:50: und Klar, dann war ich erst mal mit der Genesung beschäftigt, mit Reha-Genesungen und war zu Hause bei meinen Eltern am Bodensee.
00:29:59: Die haben mich dann gesund gepflegt und irgendwann nach vier Wochen hat meine Mutter damals gesagt, jetzt geh echt wieder nach München.
00:30:06: Mach irgendwas, du hast so viel Energie.
00:30:08: Du bist so gelangweilt hier, das bringt ja alles nix.
00:30:10: Sie hatte recht.
00:30:11: Also du
00:30:12: warst ja schon
00:30:12: so tief gehabt.
00:30:14: Ja, ich hatte schon tief und ich war wirklich unzufrieden.
00:30:16: Meine Kollegen waren bei der Weltmeisterschaft.
00:30:19: Ich war zu Hause gesessen am Bodensee, nachdem ich im Krankenhaus war.
00:30:22: konnte mich kaum bewegen, weil ich an beiden Händen Gipschienen hatte, in der Schiene am Bein, in den Bauchschnitten riesigen wegen der inneren Verletzung.
00:30:30: Also ich war wirklich schon aglediert und hab danach natürlich auch schon überlegt, was machst du jetzt aus der Situation?
00:30:36: Und hab aber schon auch durch den Input meiner Mutter damals die wirklich super viel gemacht hat.
00:30:42: Und ich wurde immer genervt und schlecht gelaunt, obwohl sie alles richtig gemacht hat.
00:30:46: Habe ich dann irgendwann gedacht, okay, eine Lehre ist jetzt schon aus der ganzen Situation gerade.
00:30:52: noch mal genau hinzuschauen, mit welcher Person das eben auch gut passt, natürlich, klar.
00:30:58: Aber eine andere Lehre war auch zuerst mal, das war auch so eine Art Sprung ins kalte Wasser, wieder Sport zu machen.
00:31:04: Da bin ich mit einem Kumpel Radfahren gegangen und bin das erste Mal wieder in eine steile Abfahrt mit einem Tanne im Runter gefahren und habe einfach gemerkt, okay, ich muss mir am Anfang schon auf die Lippen beißen, um nicht zu schreien, aber es hat sich auch gut angefühlt, wieder diesen Mut zu haben.
00:31:18: Und ich habe danach so gestrahlt und mich gefreut, dass es einfach auch eine absolut ermutigende Situation war.
00:31:24: Und ich habe danach auch für mich wirklich gewusst, okay, für deinen Kopf, für deine Psyche ist es jetzt wirklich eine gute...
00:31:30: Idee,
00:31:31: wieder langlaufen anzufangen, um nicht mit so einer Niederlage oder mit so einem Sturz zu enden, weil ich hatte ja so viele tolle Jahre.
00:31:37: Ich hatte damals schon sieben Gottmedaillen gewonnen, hatte so viele tolle Erlebnisse im Sport und wollte gerne nicht mit so was enden und hab mir dann eben wirklich einen Begleitläufe gesucht, den ich schon kannte, hab mit dem ganz langsam angefangen, an flachen Bergen zu trainieren, damit es nicht so schnell ist, hab mich von ihm am Anfang an die Hand nehmen lassen, bin also dann nicht alleine runtergefahren, damit ich auf jeden Fall stehen bleibe und nicht in den Knie in Zitterin.
00:32:00: Also ich hatte wirklich mich da wieder ran getastet, aber habe mich vor allem, und das ist das Wichtige, dafür entschieden, Vertrauen zu wollen und wieder diesen Sport zu machen.
00:32:09: Ich glaube, bei ganz vielen Menschen, die lange darin verharren, zu sagen, ich bin so enttäuscht, ich werde nie mehr jemanden vertrauen können.
00:32:16: Das klingt fast wie so eine schlechten Vorabend-Serie.
00:32:19: Er hat mich so enttäuscht.
00:32:20: Na ja, gut.
00:32:21: Also, da würde ich sagen, am Ende musst du dich wohl entscheiden.
00:32:24: Das finde
00:32:24: ich ganz wichtig.
00:32:25: Das ist
00:32:26: der Punkt, dass es zwingend gerade ... Man muss es wirklich wollen und muss dann sich Wege suchen, die auch in kleinen Schritten sein dürfen, die jetzt nicht ... Man muss nicht danach wieder mit den Skiern, den Schienen, den Berggrund fahren.
00:32:39: Trainingseinheit, sondern bei mir war dann die erste wirklich befreite Trainingseinheit der der Unfall.
00:32:44: beim Januar und im September oder nach war ich dann auf dem Gletscher beim Training und bin dann im Tiefschnee gestürzt auf dem Gletscher.
00:32:51: Also wir haben mich da irgendwie hingelegt, weil halt keine Ahnung, Schneehaufen in der Läupe war und ich stand irgendwie wackelig, habe mich da kurz hingelegt und ich fand es super.
00:32:58: Ich stand da wieder auf wie der Weihnachtsmann von oben bis und voll mit Schnee und fand es mega.
00:33:03: Ich hab gedacht, okay wow, ich bin wieder da und das passt wieder und war dann auch so.
00:33:07: fokussiert auf mein Ziel, dass ich in Vancouver dann wirklich mit fünf Goldmedaillen einfach echt in dem Moment unschlagbar war, weil ich so dran geglaubt habe nach diesem blöden Sturz.
00:33:16: Ich werde das wieder packen, ich werde es wieder hinkriegen und habe da so dran geglaubt.
00:33:20: Das hat mir schon viel geholfen.
00:33:22: Das habe ich damals gemerkt, wie eben auch dieser Wille und das Vertrauen dann auch den Körper, die Bewegungen, die Kraft und Ausdauer beeinflussen können.
00:33:31: Dann folgten Goldmetallien, dann hast du, glaube ich, als erste Pläne mehrere hohe Berge, zum Beispiel in Kilimanjaro, bestiegen und dann kam der Sprung in die politische Welt.
00:33:42: Ich habe dich gesehen, als bei der Bundesversammlung, also wo der Bundespräsident gewählt wurde, und wie ist das passiert?
00:33:48: Hast du einen Anruf bekommen?
00:33:50: Hat Andrea Nahles, die auch schon bei unserer Sendung war, dann bei dir angerufen und sagt, wir suchen jemanden.
00:33:54: Hast du selber gesucht?
00:33:56: Nimm uns mal mit.
00:33:57: Ja,
00:33:58: also ich war in dem Jahr zwei Tausendzehn, weil ich damals eben so als erfolgreiche Sportlerin ein bisschen ja einfach auch Aufmerksamkeit hatte und es werden ja immer Persönlichkeiten angefragt für die Bundesversammlung, wo ich damals in Baden-Württemberg gefragt, ob ich nicht Mitglied der Bundesversammlung werden möchte und ich fand das super.
00:34:15: Ich
00:34:17: dachte
00:34:19: schon
00:34:21: am Ende war ich zeitgleich mit dir, aber ich war nicht.
00:34:23: Ach so,
00:34:24: du warst zu zwölf vielleicht, da war ich aber auch.
00:34:28: Da wurde ich da noch mal gefragt, da waren wir vielleicht sogar zeitgleich.
00:34:32: Und das war so mega spannend für mich.
00:34:35: diesen Bundestag zu erleben und das war ja auch gleich noch mit drei Wahlgängen richtig spannend.
00:34:40: Also ich habe gleich so die volle Packungpolitik mitbekommen, habe mit sehr vielen Leuten da gesprochen, fand das natürlich alles super aufregend.
00:34:48: sogar von politischen Menschen angesprochen zu werden, die man so aus den Medien kannte.
00:34:52: Also fand ich alles sehr aufregend, damals auch Frank-Walter Steinmeier und andere kennenzulernen.
00:34:58: Also, ja, war ein ganz, ganz toller Tag, der mir so ein bisschen Einblick gegeben hat in der ganz neue Welt.
00:35:04: Und dann habe ich ... Zehn oder elf auch eine Auszeichnung bekommen von Christian Ude, so ein Ehrenring der Stadt München.
00:35:11: Christian Ude war damals unser Oberbürgermeister und er hat mir dann diesen Ehrenring und auch ein Supertyp.
00:35:17: und der Christian Ude hat mir damals diesen Ehrenring der Stadt verliehen.
00:35:20: und ich habe dann ganz flapp sich nicht Danke gesagt, sondern ah Herr Ude, Sie werden der einzige Mann bleiben, der mir jemals einen Ring schenken wird.
00:35:27: Und meine Eltern sind im Boden versungen und haben gedacht, um Gottes Willen, kannst du nicht einmal nett sein und einfach nur Danke sagen.
00:35:34: Und Herr Ude, der Christian, der ist sehr viel Humor hat, der auch Kabarettist ist, fand es super lustig, hat sich kaputt gelacht darüber.
00:35:41: und ab diesem Zeitpunkt kannten wir uns dann auch schon so ein bisschen und haben dann gemeinsam für die Olympischen und Paralympischen Spiele in München gekämpft, haben das, wie alle wissen, nicht gewonnen.
00:35:51: Aber damit war so ein bisschen für mich der Weg auch in die Sportpolitik da.
00:35:54: Dann hat Christian Ude mich im Jahr zwölf gefragt, als er als Ministerpräsident in Bayern kandidiert hat, ob ich ihn unterstützen würde in den Bereichen Sport und Inklusion und Barrierefreiheit als Beraterin.
00:36:05: Und das habe ich dann gemacht und das war auch total spannend.
00:36:07: Da bin ich dann wirklich für die SPD durch ganz Bayern gefahren und habe bei Diskussionsveranstaltung mit Leuten gesprochen.
00:36:14: Ja, und war dann aufgestellt für den Stadtrat, war auf der Liste für den Stadtrat in München.
00:36:18: Genau, und dann hat irgendwann Andrea Nahles angerufen im Dezember, und Andrea redet auch nicht so drum rum, die hat dann angerufen und hat dann so nach, Hallo Verena, wie geht's dir?
00:36:29: Und ich so, well, Andrea Nahles, krass, okay.
00:36:31: Also ich wusste gar nicht, was mir geschieht, und dann hatte sie auch nach ungefähr zweieinhalb Sätzen gesagt, du, ich hab mal eine Frage, wir suchen eine Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, könntest du dir das vorstellen?
00:36:41: Ich war voll perplex, ich hab damit gar nicht gerechnet.
00:36:44: hab dann gefragt, wie lang hab ich Zeit, mir das zu überlegen?
00:36:46: Ja, so zwei Tage hast schon.
00:36:48: Und ich saß in meinem Büro damals gegenüber von meinem Kollegen, mit dem ich im Bürogemeinschaft hatte.
00:36:55: Und hab dem das dann erst mal erzählt und gesagt, ich glaubst du jetzt gar nicht, was mir gerade passiert ist.
00:37:00: Das ist wirklich krass.
00:37:01: Und dann hab ich natürlich so mit meiner Familie gesprochen und mit meinem Partner und so weiter.
00:37:06: Und die haben natürlich alle auch gesagt, das musst du dir jetzt überlegen.
00:37:10: Aber ist doch spannend und hab ich nach zwei Tagen ihr zugesagt und gedacht, okay, du wirst es schon alles lernen, was du da brauchst.
00:37:17: Ich hab, wie gesagt, nicht Jura studiert, sondern Germanistik und Pädagogik.
00:37:23: Und hab gedacht, okay, wow, ich weiß gar nicht, ob ich alles kann, was man können muss, aber das ist ja das übliche Männer- und Frauenthema.
00:37:29: Frauen machen sich dann immer sehr viel Gedanken, was kann ich alles noch nicht.
00:37:32: Und da war ich dann schon ein bisschen froh, dass ich in dem Moment eher gedacht habe, okay, komm, ich mache das.
00:37:36: Und sie wird ja einen Grund haben, warum sie mich fragt.
00:37:39: Und ich weiß ja vor allem eins von mir, ich kann wirklich hart arbeiten.
00:37:43: Ich bin Sportlerin, ich bin gewöhnt hart zu trainieren.
00:37:46: Und ich werde mich hinsetzen, bis ich da alles verstanden habe.
00:37:48: Und dann werde ich den Job auch gut machen.
00:37:50: Und dann bin ich im Januar nach Berlin.
00:37:54: musste nach ungefähr zwei Tagen zu einem super schwierigen Gesetz, Bundesteilhabegesetz in der Versammlung leiten.
00:38:00: Hab damals noch so ganz blau origine Naiv immer gesagt, ja, das ist so super, dann sind wir uns ja schon mal da und da in diesem Aspekt einig.
00:38:06: Da können wir weiter dran arbeiten.
00:38:08: Es war sich keiner einig.
00:38:09: Alle, was sich spinnen, fallen in dem Raum.
00:38:12: Und ich hab es überhaupt noch nicht verstanden, dass ich eigentlich in diesem Raum wirklich keiner in irgendeinem Punkt schon einig war.
00:38:18: Und ich hab gedacht, ja, ist doch toll, wir haben doch eine gemeinsame Basis, damit können wir doch arbeiten.
00:38:22: Also ich musste das sehr, sehr, sehr... viel und hart lernen, aber es hat mir unheimlich Freude gemacht, weil es halt wirklich nach dem Sport und nach meiner Selbstständigen Tätigkeit, wo ich Vorträge gehalten habe und Seminare für Firmen gegeben habe und Coachings gegeben habe.
00:38:36: Das hat mir auch wahnsinnig Spaß gemacht.
00:38:39: Aber diese Wechsel in die Politik war einfach eine ganz neue Welt für mich, eine, die ich schon vorher immer natürlich verfolgt habe und wo ich interessiert war, aber wo ich natürlich selber nie so ... intensiv auch angesetzen und an wichtigen Themen mitgearbeitet habe.
00:38:55: Und das sich zu erarbeiten war schon am Anfang ein großes Stück Arbeit und ist es aber, wenn man offen ist, auch bis heute, auch für alle, sagen nicht alle so, aber es ist einfach, ja, man muss sich da schon, finde ich, sehr viel... Bemühen, drin zu bleiben, auch viele Aspekte zu sehen, die man vielleicht bis dahin noch nicht gesehen hat, nicht immer nur in seiner Argumentation zu bleiben.
00:39:15: Das ist wirklich auch eine Menge Arbeit wie ein Training im Sport und das finde ich für mich ganz, ganz toll.
00:39:21: zwei Sachen, einmal noch so ein Takeaway.
00:39:23: Ich fand es ganz, ganz wichtig, dass du sagtest, na ja, ich habe mich ja nicht beworben.
00:39:28: Als Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, ich wurde gefragt und von daher muss ich ja auch als nicht defensiv sagen, dass und das kann ich nicht, weil es mir zugetraut wird.
00:39:38: Und ich glaube, wenn sich das mehr Frauen genauso sagen würden, ja, also ich bin auch oft in der Situation, wo man dann so tut, als ob ich mich reingedrängelt hätte, aber es war ja genau umgekehrt.
00:39:48: Und das ist dann schon ein anderes Vorgehen, wenn man weiß, es wird einem zugetaut und man braucht sich da nicht in die Defensive drängen zu lassen.
00:39:56: Das andere, was mich jetzt wirklich interessiert ist, also ich bin ja auch ein bisschen geschwommen und das war immer in meiner Macht.
00:40:07: Wenn ich nicht gewonnen habe, dann wusste ich, ich habe entweder nicht genug trainiert oder es war nicht mein Tag oder sonst irgendwas.
00:40:16: Wenn ich dann in meinem Beruf gearbeitet habe, dachte ich, dass es doch viel auch an anderen liegt, ob man was schafft oder ob man was nicht schafft.
00:40:27: ist nicht die eigene Kontrolle.
00:40:28: Es ist wirklich die Außenwelt, die entweder so oder so reagiert und nicht unbedingt abhängig von meiner Überzeugungskraft.
00:40:37: Damit musst du ja noch viel, viel mehr zu tun gehabt haben als ich.
00:40:41: Also, dass er ein extremer Rollen wechselt.
00:40:43: Nicht nur ein Rollenwechsel von dem Sport in die Politik, sondern ein Rollenwechsel hin zu der Selbstwirksamkeit.
00:40:51: Vielleicht kann man dieses Wort nutzen.
00:40:53: Ja, finde ich schon ... Eine sehr spannende Frage, die ich mir auch ganz regelmäßig stelle, auch nicht nur einmal.
00:40:59: Diese Sinnfrage, die stelle ich mir, ehrlich gesagt, schon öfter, weil wir investieren ja alle aus unterschiedlichen Richtungen, aber sehr viel Zeit, Energie, Herzblut.
00:41:10: Ich sage immer sogar, ich investiere Liebe in unseren Sozialstaat, also viel positive Energie.
00:41:14: Das meine ich mit dem Wort Liebe, weil er hat es verdient, der Sozialstaat, dass wir ihn hegenpflegen und uns um ihn kümmern.
00:41:20: Und bekommt gerade
00:41:21: ganz schon wenig.
00:41:22: Kommt gerade wenig.
00:41:23: Deswegen nutze ich jetzt auch.
00:41:24: Genau, danke.
00:41:25: Deswegen nutze ich aber auch explizit dieses Wort, dass man ja ungern mit dem Thema Sozialstadt jetzt in einem Satz verwendet.
00:41:31: Aber ich habe es doch nicht mal.
00:41:32: bei einem Sozialstaatskongress von drei Bundesländern, habe ich das zum ersten Mal gesagt.
00:41:35: Diese Sozialstadt hat unsere Liebe und Fürsorge wirklich verdient, weil er hat uns so viele Jahrzehnte gut getragen und sollte das weiter tun.
00:41:42: Und dann sollten wir auch entsprechend mit ihm umgehen.
00:41:45: Diese Wirksamkeit oder Selbstwirksamkeit ist wirklich eine spannende Frage, weil wir anders als im Sport natürlich nicht immer schrägstrich oft nicht die Goldmedaille kriegen.
00:41:58: Wir kriegen oft nicht gleich die perfekte Rückmeldung.
00:42:00: Du hast dich sehr eingesetzt, hast mit Mut was erreicht und gekämpft und hast auch gewonnen, sondern ganz oft gewinnt man eben nicht.
00:42:08: Und das auszuhalten, das ist, glaube ich, für alle von uns ... Das ist eine große Aufgabe und hat auch an Dingen dran zu bleiben, von denen man weiß, die dauern jetzt halt vielleicht auch noch Jahre oder Jahrzehnte, bis sie Realität werden oder werden es vielleicht auch nie.
00:42:24: Aber am Ende habe ich zum Glück auch so viele Menschen um mich rum in verbanden Parteien.
00:42:32: Ja, in Bündnissen, wo ich merke, wir kämpfen und setzen uns alle für was Gutes ein, für positive Veränderungen.
00:42:40: Wir wollen diese positive Veränderung und das finde ich schon einfach eine sehr ermutigende Geschichte, immer wieder auch mit anderen Menschen das gemeinsam machen zu können.
00:42:50: Aber ich würde manchmal gerne mehr direkten Erfolg sehen und ich bin auch... Leider nicht mega geduldig und darüber stolpe ich manchmal dann schon auch, dass ich einfach merke, okay, da muss ich jetzt einfach noch mal wirklich ordentlich alles wegatmen, weil wir haben das doch schon zwanzigmal besprochen, wir sind wieder an dem Punkt.
00:43:08: Und das ist für ungeduldigere Menschen manchmal ja eine große Challenge.
00:43:12: Es hat ja auch was mit Liebe zu tun.
00:43:13: Ich meine, als Sportlerin wurdest du ja von allen geliebt.
00:43:17: Du wurdest ja von allen verehrt.
00:43:20: Bei den Themen, die du jetzt nach vorne bringst, gerade in dieser Zeit, kann man das nicht sagen, kommst du denn damit zurecht?
00:43:27: Hast du so ein Liebesverlust?
00:43:29: Ein Liebesverlust habe ich jetzt nicht so, ich möchte vor allem Respekt heute für die Meinung und auch das ist ja manchmal schwierig im politischen Umfeld, aber das positive, das werdet ihr denke ich auch so erleben, es gibt ja einfach durchaus Menschen, mit denen man sich auch positiv bestärken kann.
00:43:43: Also wenn wir uns auch mit anderen Kollegen aus meinem Verband oder aus anderen Verbänden zusammensetzen.
00:43:48: Es gibt ja durchaus Menschen, die an die gleichen Werte glauben, die auch an eine Gesellschaft glauben, die sich gegenseitig unterstützen sollte und nicht nur, wo es eben nicht der höchste Wert ist, dass jeder auf sich selber schaut und dann ist an alle gedacht, sondern wo es ein großer Wert ist, dass wir uns aufeinander auch verlassen können.
00:44:04: Und ich finde diese Bestärkung auch zu haben, dass es Menschen gibt, die genau daran glauben.
00:44:09: Das ist schon super hilfreich.
00:44:10: Das ist ja
00:44:11: auch vielleicht noch mal eine super Überleitung zu der Organisation, wo du ja jetzt als Präsidentin des Sozialverbandes VdK tätig bist.
00:44:19: Also auch ist ja dann keine Einzelkämpferin, sondern erklär doch noch mal, was macht dieser Sozialverband und was hat's mit der Abkürzung VdK auf
00:44:27: sich?
00:44:27: Ja, dieser VdK, der ist ein toller, großer Sozialverband.
00:44:31: Wir sind zwei Komma, drei Millionen Mitglieder in Deutschland, immer noch wachsend, hat sicherlich mit unserer guten Arbeit zu tun.
00:44:39: Aber auch damit, dass unser Sozialstaat den Menschen nicht immer die Zugänge zu den Leistungen so leicht macht, wie es eigentlich nötig wäre.
00:44:46: Deswegen kommen viele zu uns und wir machen Rechtsberatung für die Mitglieder.
00:44:51: eine Pflegegrad beantragen muss und der abgelehnt wurde, kann man da Rechtsmittel einlegen.
00:44:56: oder wenn du ein Hilfsmittel brauchst und es wurde abgelehnt, kann man da gegen Widerspruch einlegen.
00:45:00: Also wir unterstützen die Mitglieder durch Beratungen, durch sozialrechtliche Vertretung vor den Sozialgerichten.
00:45:06: Wir machen aber eben auch politische Arbeit für alle Themen des Sozialstaats und damit meine ich auch die weitergefassten, also soziale Folgen des Klimawandels, wie funktioniert Mobilität, Verkehr, wie funktioniert Die Daseinsvorsorge, was bedeutet eine sozial gerechte Steuerpolitik, also befassen uns mit allen Themen, die diesen Sozialstaat ausmachen und auch möglich machen.
00:45:28: Und wir machen natürlich sehr viel Öffentlichkeitsarbeit, auch das ist wichtig, um zum Beispiel mythen.
00:45:34: Ein Stück weit auszuräumen, wie der Mythos die Rentenversicherung ist zu teuer heute, weil gemessen an unsere Wirtschaftsleistungen sind die Ausgaben für die Rentenversicherung eben nicht gestiegen.
00:45:43: Sie sind nur als reine Zahl, also nominär gestiegen, aber nicht im Verhältnis zu unserer Wirtschaftskraft.
00:45:48: Und das immer wieder auch zu erzählen, darauf hinzuweisen, ist auch eine wesentliche Aufgabe.
00:45:54: Das ist ja ein kleiner Einblick gewesen in eine sehr große und sehr virulente Aufgabe.
00:45:59: Jetzt hat im Bundeskanzleramt schon so mancher Gipfel stattgefunden.
00:46:03: In Stahlgipfel, Autogipfel hast du nicht gesehen.
00:46:06: Nur mal hypothetisch.
00:46:08: Die Regierung würde sagen, wir laden jetzt ein zu einem Sozialgipfel, laden Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Sozialverbände ein.
00:46:15: Was würdest du bei so einem Gipfel der Regierung ins Stammbuch schreiben wollen?
00:46:20: Sie geht jetzt ja gleich zum Kanzler.
00:46:21: Das kann sie gleich.
00:46:23: Genau, ich habe gleich mit dem Schmindertenrat den Termin da, aber nach Stahl kommt sozial, das sehe ich auch so.
00:46:29: Also den Sozialgipfel brauchen wir dringend und ich würde der Regierung ins Stammbuch schreiben, wirklich.
00:46:34: Soziales Sicherungssystem stärken auch durch Steuerzuschüsse, um die ganzen gesellschaftlichen Aufgaben, die aus den Sozialversicherungen bezahlt werden, wie zum Beispiel Rehabilitation, die Menschen hilft, wieder gesund zu werden, um beispielsweise wieder arbeiten zu können.
00:46:50: Das sind alles gesellschaftlich wichtige Leistungen, die müssen aus Steuermitteln finanziert werden.
00:46:53: Also ich würde Ihren Stammbuch schreiben, sichert wirklich auch durch gute Steuerfinanzierung.
00:46:58: Die sozialen Sicherungssysteme sorgt dafür, dass sie auch von allen gemeinsam getragen werden.
00:47:03: eine private Pflegeversicherung haben, die mehr Rücklagen hat, weil Privatversicherte eben später im Schnitt pflegebedürftig werden als eben die in der gesetzlichen Pflegeversicherung.
00:47:14: Da die Leistungen aber ohnehin in beiden gleich sind, könnten wir ja eine Pflegeversicherung für alle haben.
00:47:18: Eine
00:47:18: Pflegevollversicherung.
00:47:19: Eine
00:47:19: Pflegevollversicherung genau, die für alle Menschen
00:47:21: da ist.
00:47:22: Das gilt ja auch für andere Versicherungen.
00:47:23: Richtig.
00:47:23: Und das wäre der einen Einpunkt.
00:47:25: Das gilt genauso für die Kranken, Renten und viele andere Versicherungssysteme.
00:47:29: Das würde ich Ihnen in den Stammbuch schreiben.
00:47:30: Und ich würde Ihnen in den Stammbuch schreiben.
00:47:32: Liebe Leute, konzentriert euch mal ganz intensiv auf die Seite unserer Einnahmen im Staat.
00:47:37: Also wie können wir durch eine gerechte Steuerpolitik?
00:47:40: dafür sorgen, dass nicht am Ende die eine höhere Erbschaftssteuer zahlen, die ein kleines, altes Einfamilienhaus vererben, zahlen mehr Erbschaftssteuer, wie jemand der dreihundert Wohnungen vererbt.
00:47:49: Das kann es echt nicht sein.
00:47:50: Da muss wirklich eine Bundesregierung ran.
00:47:53: Und das heißt auch nicht, dass ich neidisch bin auf Milliardäre.
00:47:56: Ich will nur, dass sie sich in höherem Maße als jetzt an unseren wichtigen Ausgaben für alle beteiligen.
00:48:02: Und ansonsten lasse ich die in ihre Milliarden gerne.
00:48:04: Aber ich finde, eine gerechte Steuerpolitik hilft uns allen.
00:48:07: Im Übrigen auch den Milliardär, in dessen Firmen wieder um Menschen arbeiten, die dringend eine gute Kinderbetreuung, die gute Tagespflegestruktur für ihre Angehörigen und auch all diese Infrastrukturbedingungen des Sozialstaats brauchen.
00:48:19: Und diesen Blick zu schärfen und nicht immer darauf zu schauen, was können wir an kleinen Stellschrauben noch drehen, um im Bürgergeld noch härter zu bestrafen.
00:48:29: Das ist für mich eine Verschiebung der Debatte, die überhaupt nicht passt.
00:48:33: Und das würde ich der Bundesregierung Stammbuch schreiben.
00:48:36: ein wunderbares Stichwort, ein wunderbares Schlusswort.
00:48:41: Ich weiß auch, du hast das jetzt konjunktiv formuliert, weil er kann ja nicht fragten, was würdest du tun?
00:48:47: Ich weiß, Verena, bei dir bleibt es nicht beim Konjunktiv.
00:48:50: Du wirst das tun, du wirst das jetzt gleich auch wahrscheinlich so formulieren, auch mit dieser freundlichen Direktheit, die uns allen so unglaublich gefällt und wahrscheinlich auch ein Stück von deinem Erfolg ausmacht.
00:49:03: Vielen, vielen Dank für das Gespräch.
00:49:04: Danke euch.
00:49:06: Danke dir.
00:49:08: Der Sprung ins kalte Wasser wird produziert von mir, Jan Wetzel.
00:49:12: Das Sonntesign kam von Bonnie Stolff.
00:49:15: Abonnieren könnt ihr den Podcast auf den üblichen Plattformen, mit Video nun übrigens auch auf YouTube.
00:49:21: Folgt uns und hinterlasst uns doch gerne eine gute Bewertung.
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