Luisa Neubauer über Trauer und Abschied vom Vater
Shownotes
Das Abi in der Tasche, der Studienplatz sicher – dann erkrankt der Vater tödlich. Luisa Neubauer spricht über Trauer im Studi-Alltag, über die Scheu vor Tränen und über Erwartungen, die mehr belasten als die Trauer selbst.
Die Aufzeichnung fand am 12. Mai 2026 statt.
Transkript anzeigen
00:00:01: Das Abi in der Tasche, der studiert den Platz sicher.
00:00:04: Doch dann erkrankt er Vater tödlich!
00:00:07: Eigentlich als Klimaaktivistin bekannt spricht unser heutiger Gast über Trauer im Studialtag.
00:00:13: Über die Scheu vor Tränen und über Erwartungen, die mehr belasten als die Trauer selbst.
00:00:22: Der Sprung ins kalte Wasser mit Jutta Allmendinger und Katja Kipping.
00:00:27: Heute zu Gast Luisa Neubauer.
00:00:31: Katja, erzähl mal was hast du ihn so erlebt?
00:00:34: Meine Abteilung hat einen Abteilungs-Tag gemacht und anstatt Spiele zum Teambuilding zu machen, haben wir entschieden, wir fahren raus zu einer Mitglied der paritätischen Familie.
00:00:43: Das ist ein Jugendhof mit jungen Leuten, die das Schwärmleben haben, arbeitet und nebenbei ökologische Landwirtschaft betreibt.
00:00:49: Wir haben gesagt, wir machen dort einen kleinen Arbeitseinsatz anstelle zur Kennenlandspieler oder sowas zu machen.
00:00:55: Wie ich saß dann so mit einer Heu- und Mistgabel und habe die Koppel abgeäppelt?
00:01:00: Fachbegriff für mein Schaufelpferde-Apple, eine Schubkarre.
00:01:03: Und ich habe dabei das Pferd Charlotte kennengelernt.
00:01:06: und Charlotte ist im Reitpferdruhestand aber auf der Koppel des Starrens.
00:01:11: Ein Reit-Pferd-Uhrstand?
00:01:13: Nein!
00:01:13: Also da ist meine Geschichte ganz anders als wir heute wenig Zeit hatten.
00:01:17: Ich betreue ja sehr viel und mentoriere sehr viel.
00:01:22: Gestern hatte ich gleich drei Gespräche wo es erst mal um die junge Frau ging, die einen Supermasterabfluss gemacht hat Und jetzt doch die Mühen hat Geduld genug aufzubringen bis zum ersten Job und eine Person, die schon längst im Job ist.
00:01:38: Aber sagt nein in dieser Wirtschaft möchte sie eigentlich nicht bleiben in einem Land wo so viele Herausforderungen sind.
00:01:45: Sie sucht was Neues und ich glaube ich möchte an diese Stelle einfach allen die so neu in den Beruf reinkommen oder den Beruf wechseln gute Nerven und alles Gute wünschen.
00:01:56: Und gerade jetzt in diesen wirtschaftlich doch achten Zeiten auch die Ruhe, ja das ist nicht so sehr auf sich selbst beziehen wenn es nicht sofort was wird.
00:02:08: Apropos tolle junge Menschen die gerade ihr Studium vollenden.
00:02:13: unser heutiger Gast ist Luisa Marie Neubauer.
00:02:16: herzlich willkommen!
00:02:18: Schön hier zu sein.
00:02:19: Vielen Dank!
00:02:19: Vielen
00:02:20: Dank, dass du kommst und wir haben gerade gehört sie hat das erste Interview für die Masterarbeit geführt sind natürlich ganz gespannt darauf.
00:02:28: aber zunächst Katja
00:02:30: Luisa Neubauer.
00:02:32: Ich sage den Nachnamen bewusst, sag gleich worum ist.
00:02:35: sie in Hamburg geboren und eigentlich wirst du über vorgestellt als Klimaschutzaktivistin, Publizistin.
00:02:42: In manchen Artikeln steht dann sie ist das Gesicht von Fridays for Future der Klimaschutz bewegen usw.
00:02:48: Das ist viel zu serfs.
00:02:49: äußere Reduzierte bist natürlich der Kopf des Spirit einer der sozusagen treibenden Kräfte darin.
00:02:56: Du in der Tat hast auch schon Bücher veröffentlicht das Bachelorstudium in Geografie abgeschlossen und jetzt ist die Masterarbeit in den letzten Zügen.
00:03:06: Und warum ich das mit den Namen gesagt habe, mir ist aufgefallen du hast zum zwanzigjährigen von Camp Act eine Rede erzählt wie du angefangen hast als es Fridays for Future noch nicht gab einfach Briefe zu schreiben an die verschiedensten Organisationen.
00:03:21: und dann sagt sie ja damals war ich noch Luisa.
00:03:23: und dann antworten alle liebe Luisa Das passt leider gerade nicht so richtig im Zeitplan.
00:03:30: Eine Erkenntnis war halt, das Momentum passt oft nicht in unsere Kalender.
00:03:33: Aber manchmal ist es einfach da.
00:03:35: super, dass du Zeit gefunden hast heute mit uns über dich dein Sprung und Vorhaben zu sprechen.
00:03:41: Sehr sehr gerne!
00:03:42: Ich bin freu mich hier zu sein als Louisa oder als Louiser Neubauer.
00:03:45: Es geht beides.
00:03:48: Was war der Sprung?
00:03:50: Ich
00:03:50: möchte erst mal wissen bevor ich weiß, warum den Geografie kommt.
00:03:54: Warum die Geografie?
00:03:55: Das ist die Schüssel des Zipflins des XXI.
00:03:57: Jahrhunderts, sag ich ohne jegliche Bescheidenheit.
00:04:00: Die Geographie beschäftigt sich mit dem Verhältnis... Schade, dass man
00:04:02: jetzt dieses ... also wir haben ja so eine schlechte Videogruppe, aber wenn man jetzt die ausladenden begeisterten Bewegungen von Luise Siedern muss man einfach geografieren!
00:04:10: Also es ist eine ... das ist die Geographies gefragt.
00:04:14: Ähm, die Welt und uns wie wir zueinander stehen und man kann die allermeisten Krisen- und Herausforderung dieser Zeit als Beziehungskrisen zwischen Mensch und Welt zwischen Menschen untereinander, zwischen unserem gesamten Beziehungsgefüge lesen.
00:04:30: Und die Geografie fristet oft ein bisschen so einen Bindestrich da, sei das dann Geopolitik oder ... sich nicht ... Wirtschaftsgeografie oder so, aber eigentlich ist die Geografie in solcher Schlüssel eben aufzuhören und zu brechen mit diesen ewigen Dualismen.
00:04:46: Da ist die Natur und da sind die Menschen und irgendwie das ist Land und da ist die Gesellschaft.
00:04:51: und viel eher zu begreifen alles hängt miteinander zusammen Und wir brauchen Wege und Perspektiven und Mechanismen und auch vielleicht eine Politik die diese Zusammenhänge umarmt und anerkennen, statt Dinge Menschen- und Orte- und Geografien gegeneinander auszuspielen.
00:05:09: Das können wir jetzt natürlich
00:05:10: auch über die Sozialwissenschaften sagen.
00:05:12: Da würde ich ja sagen, können wir uns ja dann
00:05:14: schwesternlich
00:05:15: in den Disziplinen zusammenführen?
00:05:17: Nein,
00:05:18: Luisa hat jetzt voll meine Träse an der Geographie geweckt!
00:05:21: Deswegen muss ich super vom Script abweichen, bevor ich die alles entscheidende Frage nach dem Sprung oder nicht gemachtem Sprung in deinem Leben frage stelle... Was ist das Thema deiner
00:05:31: Meisterarbeit?
00:05:32: Also vielleicht um ganz popkulturell aktuell einzusteigen, um das zu erklären was mich interessiert.
00:05:38: Der Wahl-Timmy hat der ganze Deutschland in Bange halten und ich würde argumentieren aus einer geografischen Perspektive ging es nie um ein Wahl Sondern immer darum, wer wir sein wollen als Menschen.
00:05:46: Und in diesem Fall wollten wir keine Täter sein die Lebensräume von Tieren zerstören.
00:05:50: Wir wollten Retter sein!
00:05:52: Deswegen haben wir diesen Wahl bei dem ja argumentiert werden könnte der Wollte gar nicht gerettet werden ein Wildtier das sagen mit einer ganz eigenen Logik.
00:05:59: das musste dann aber gerettete werden damit wir in dieser Position sein können die rettenden zu sein.
00:06:03: Wir dürfen nicht daneben stehen und zu sagen, oder wir haben es nicht ausgehalten einfach anzuerkennen.
00:06:09: Wir zerstören die Ozeane in eine Ausmaße, dass da nicht nur Einweis an der gesamten Lebensräume degradiert werden.
00:06:15: Nein!
00:06:15: Wir mussten uns gar so dringend beweisen, dass man das irgendwie machen kann, um aus dieser Rolle herauszukommen.
00:06:21: Und das ist eigentlich geografisches Material, das dann zu untersuchen.
00:06:26: eben Hier ist der Wahl- und da ist der Ministerperspektive.
00:06:31: Aus einem Gefläch, was über Macht spricht, über Hierarchie, über Illusion, über den Wunsch jemand zu sein, der wir gar nicht sind.
00:06:38: Und in meiner Masterarbeit geht es ein bisschen um diese Frage.
00:06:41: Ich beschäftige mich mit dem Verhältnis von Menschen zur Natur und dieser Entfremdung.
00:06:46: Ich würde vermuten die allermeisten Menschen ... wollen näher an der Natur leben oder sein oder wirken, als sie es eigentlich tun.
00:06:53: Und gleichzeitig sehen wir das es ja tendenziell eher schlimmer wird.
00:06:55: also die Distanz zu natürlichen Räumen zur natürlichen Welt, die wächst strukturell gerade in Deutschland und dass es nicht gut tut ist irgendwie ganz viel und ganz offensichtlich und ich frage mich okay wie könnte man das denn eigentlich überwinden könnte?
00:07:09: Es könnte es anders aussehen!
00:07:11: Da beschäftige ich mich einmal mit der so emotionalen Geografie.
00:07:16: da geht's um die innere Geografie, die äußere Geographie in uns selbst.
00:07:19: Und es hat aber auch viel zu tun mit so einer Art methodischen Zukunftsforschung.
00:07:22: also wo Future Literacy ist das und woher zum Beispiel?
00:07:26: Wo beschäftigen wir uns mit alternativen Zukunften und wo lernen wir uns zukünfte auszumahlen, die erstrebenswert sind?
00:07:33: was mich natürlich jetzt sorry aber du hast angefangen Katja zu der Frage bringt wen Interviews du denn?
00:07:41: Das ist für mich als junge Forscherin natürlich nicht ganz unkompliziert, weil ich weiß wer ich bin.
00:07:45: Es ist auch für
00:07:46: die ältere Forscherinnen
00:07:47: nicht gut.
00:07:47: Aber ich komme ja auch mit einer... Ich meine halt hier ein bisschen was voraus.
00:07:52: Also ich sitze mich da hin und muss anerkennen.
00:07:54: Da sind Leute, die mir dann vielleicht Sachen sagen, weil sie denken, ich will das irgendwie hören.
00:07:58: Absolut!
00:07:58: Das habe ich natürlich reflektiert als ForscherInner.
00:08:00: Deswegen hab ich mich zwei ganz fantastische Betreuer.
00:08:02: Und dann haben wir uns überlegt, wie könnte man das aufbrechen und was ich jetzt mache?
00:08:06: Ich befrage Menschen in Entscheidungs- und Verantwortungspositionen.
00:08:11: Die also in ihrer beruflichen Rolle zum Beispiel so viel Macht verwalten dass wir auf einer Augenhöhe uns an der Stelle treffen können... Also ich vermuten kann die wollen mich nicht oder müssen mich gar nicht... Die haben sich das verlangen vielleicht beeindruckend zu müssen mit den Antworten sondern denken darüber nach.
00:08:27: plus ist es natürlich eine Zielgruppe die vermutlich selten an Mastarbeiten befragt wird, weil ich kenne das auch.
00:08:33: Man wird dann ewig gefragt, könntest du nach hier?
00:08:35: Und ich habe hier ein kleines Projekt und meistens hat man dafür keine Zeit.
00:08:38: Ich hab natürlich das große Privileg, dass ich vielleicht doch Zugang haben zu Menschen, die mir politisch jetzt nicht zwangsläufig nahestehen aber die irgendwo wichtige Dinge tun, die ich dann befragen kann über diese Sachen.
00:08:49: und bisher kann ich sagen ist es fürchterlich interessant Und ich verliebe mich jeden Tag ein bisschen mehr in die Geografie und diese kleinen Stunden, die ich mir auch selbst schenke darum forschen zu können.
00:09:01: irgendwas gerne haben, dann sind das Personen die gerne eine Masterarbeit schreiben.
00:09:07: Und die so hellauf begeistert sind von ihrem Studium... Was man als Hochschullehrerin, die ich jetzt hier mal bin hat man sehr viele auch mit Frust zu tun und man kennt sehr viele Personen, die überhaupt nicht betreut werden und mit Universitäten, die an ihren Hierarchien zerbrechen und an ihren Betreuungsverhältnissen und so weiter, und sofort.
00:09:33: Das ist also alleine da geht einem ja schon das Herz auf dass man mal eine zufriedene Person hat die gleichermaßen die Methoden so gut reflektiert weil natürlich hat man in deiner Position oft Die große Wahrscheinlichkeit, dass man nicht das geantwortet bekommt was man eigentlich fragt sondern sozial erwünscht oder Status sozusagen gebogen und wie auch immer.
00:09:56: Und von daher ist es ja absolut clever und wenn man den Netzwerk hat würde ich auch sagen ist man publikiert so machen zu können.
00:10:04: zurück zum Skript.
00:10:04: Luisa passt zwar an deinem Leben bisher in Sprung
00:10:10: Das ist leider jetzt ein harter.
00:10:12: Themen-Themen schwenken vielleicht auch im Stimmungsbruch an der Stelle weil Ich hab mir natürlich im Vorfeld von diesem Gespräch ein bisschen Gedanken gemacht.
00:10:20: Und da gibt's dann tausend Perspektiven und Geschichten, aber ich glaube rein vom Gravitas her geurteilt ... Also was waren vielleicht?
00:10:29: Was war ein Sprung der mich am meisten gefordert, vielleicht auch überfordert hat, dann war das definitiv die Krebserkrankungen von meinem Vater.
00:10:38: Ich war neunzehn und der hatte eine Lungkrebsteknose bekommen und ist ein halbes Jahr später da gestorben.
00:10:46: Das heißt, an meinem zwanzigsten Geburtstag haben wir meinen Vater beerdigt.
00:10:50: Und das war in einer Zeit, in der ich so ... Ich war grad im ersten Semester, das Leben ging los.
00:10:55: So eine neue Lebensphase und man denkt irgendwie die ganzen Türen gehen auf und man möchte die Welt irgendwie so angehen.
00:11:02: Dann steht man da am Grab und ich hab mich winzig und sich klein gefüllt.
00:11:07: Ich dachte, ich habe körperlich das Gefühl gehabt meine Schultern sind zu klein um diesen Schmerz.
00:11:12: auszuhalten und zu tragen.
00:11:14: Und dachte ich an diese ganzen Lieder, wo die immer singen.
00:11:16: What does a kill you?
00:11:16: Make your
00:11:17: stronger.".
00:11:18: Ich fand das alles schlimm und verlogen.
00:11:20: Und dachte ihr könnt mich alle mal da macht mich jetzt gar nicht stärker.
00:11:25: Das war glaube ich so ein absolutes Lebensverändern des Ereignisses bis heute.
00:11:32: Das wird auch so bleiben.
00:11:33: mein Vater ist ja auch also.
00:11:35: Da war ich auch neunzehn.
00:11:37: Er hatte keine Krebsdiagnose, es lag kein halbes Jahr dazwischen.
00:11:41: Sondern ich hab ihn zum Flughafen gebracht und dann hat er in den Flugzeugen-Herzinfarkt.
00:11:45: und plötzlich rief meine Mutter an.
00:11:48: Es war ein Freitag, werde ich nicht vergessen.
00:11:50: Ich war gerade wieder zurück die Zeit vor mir, Zeit gelesen.
00:11:54: Meine Mutter, komm mal bitte nach Hause!
00:11:57: Bin nach Hause gefahren und das Leben war ein anderes oder so ist bis heute ein anderes?
00:12:01: Und das ging mir genau so.
00:12:03: Also ja, da steht man dann am Sarg und ... Mir ist dann auch was heißt.
00:12:07: es war ja auch eine Selbstverständlichkeit dass ich wieder zurückziehe über dich.
00:12:11: zwei kleine Röckgeschwister hatte meine Mutter noch studierte und soweit und sofort.
00:12:16: aber das sind natürlich solche Dinge die man nie im Leben nie im leben auch nur die Vorstellung des aufzuarbeiten ist ist sowas von falsch.
00:12:27: Man kann es im besten Fall akzeptieren.
00:12:30: Und was daraus für eine Fragefolge zumindest war, dass bei mir so das eigentlich gar keine Möglichkeit war irgendwie zu trauen, weil's mit einer sofortigen Verantwortungsübernahme an hier ging und das wird ja auch der Fall gewesen sein, dass man wahrscheinlich als starke, auch starke junge Frau dann schon denkt ... Ja, man stützt die Mutter!
00:12:54: Man hat in dem Moment auch so etwas wie Verantwortung.
00:13:02: Ich hab da unglaublichen Respekt vor, weil für mich war es ganz wichtig damals ich bin die Jüngste von vier Kindern und das war für mich ganz wichtig dass ist eine Art, ich würde sagen unausgesprochenes Verständnis gab.
00:13:13: mir darf es am schlechtesten gehen
00:13:15: Ja, das war dann das unter
00:13:17: der Tür schenken.
00:13:18: Und es war unausgesprochen natürlich... Du musst die stärkste sein!
00:13:23: Genau
00:13:24: und ich finde das unglaublich beeindruckend weil ... Ich war so traurig und es war aushaltbar, weil ich diese Art Attest hatte dass ich so trauerig sein durfte.
00:13:38: Aber das ist ja mit einem Herzinfarkt auch so.
00:13:40: Ich fand schon so schlimm, dass es eine banale Sache war.
00:13:44: Niemand, die Banalität von so einer scheißer Krankung oder von so eine Sache.
00:13:49: Kein Pam-Bong und kein Nichts-Glorreiches nicht hübsches.
00:13:52: Sondern so ne Banalitäten der das Leben auseinander nimmt.
00:13:54: Und man denkt sich ja immer wie wird das Leben?
00:13:57: Und was passiert?
00:13:58: Ein Knall wenigstens!
00:13:59: Bin ich am Ende ein Knall?
00:14:00: Nur so ein kleines Piepen und einen Anruf oder sowas... Das war alles schon so kränkend dass ich wenigstends diesen Anspruch brauche, dass ich da einfach traurig sein darf.
00:14:08: Meine Geschwister und gerade meine Mutter auch waren Die waren so dermaßen tapfer.
00:14:15: Ich weiß nicht, vielleicht hilft es dann auch, dass man in so einer Rollenzuschreibung ist?
00:14:18: Dass man sich da reinfühlt ...
00:14:19: Total!
00:14:20: Mein Vater war riesig.
00:14:22: Der musste wieder zurücktransportiert werden.
00:14:25: Es gab keinen Zag in dieser Grüße.
00:14:26: Nein.
00:14:27: In zwei Metern drei.
00:14:28: Ja ja, ich war mit diesen ganzen Dingen beschäftigt.
00:14:31: Ich war mit Versicherungen beschäftigt damit... Dann
00:14:34: Eicheljahr rein.
00:14:35: Es war von Anfang an meine Mutter, die war Zornik.
00:14:39: Das war deren Übersprungsreaktion, weil sie sich halt aufgehört zu studieren.
00:14:47: Als ich auf die Welt kam und plötzlich dieser Mann weg ... Und man hinterfragt natürlich alle Lebensentscheidungen zu diesem Zeitpunkt.
00:14:56: Also das war schon auch eine Rettung, sich in so etwas reinzusuchen.
00:15:00: also auf der einen Seite.
00:15:03: Ist das die nicht Möglichkeit zu trauern, weil man so beschäftigt ist?
00:15:07: So kann man es negativ sagen.
00:15:08: Auf der anderen Seite kann man's positiv sagen und sagt dann naja also ich war da guten Jahr mit beschäftigt.
00:15:14: Hast du das nachgeholt?
00:15:15: an die Trauer?
00:15:16: Wahrscheinlich holt man es bis heute nach.
00:15:19: Und das ist schon dazu, mein Puder war zehn damals.
00:15:22: Das ist dann schon als der Jüngste ... Ich glaube da in deinem Alter, wenn man dann zehn Jahre ... Da macht's wirklich sehr viel aus, in welcher Geschwisterkette man da isst, weil er sich ja kaum noch dran erinnert.
00:15:34: also ich habe ja so zwischen zehn und zwanzig sind ja dann auch die Tage und die Zeiten, wo man sich mit den Eltern ganz anders auseinandersetzt.
00:15:41: Wo man in Verhältnis entwickelt, wo ein ernster Gespräch führt und nicht nur so Kindvater ist ... Ich war immer so'n Vaterkindchen also insofern.
00:15:52: Konntest du dich verabschieden?
00:15:54: Das glaube ich, dass das dramatische Glück gewesen.
00:16:01: In meinem, ich würde sagen, eigenem Umfeld mal jemandem verloren durch einen Autounfall Und das war so traumatisch, weil man genau das nicht hat.
00:16:09: Man sagt sich tüsseln.
00:16:10: wir sehen uns heute Abend wieder und bei meinem Vater war das genaue Gegenteil.
00:16:14: der war auch ein absoluter Profi.
00:16:16: Meine Eltern hatten die waren in der Altenpflege.
00:16:18: beide hatten so ganz ganz kleines Alten Pflegeheim mit zehn Bewohnern und das hatten sie gegründet.
00:16:23: Fünfundzwanzig Jahre davor, weil sie des Sterben würde voller gestalten wurden.
00:16:26: meine Mutter ist Krankenpfleger mein Vater Soziologe gewesen und das heißt es war so trauer und tot Und auch das war ein großes Thema bei uns und meine Eltern haben das unglaublich humorvoll gemacht.
00:16:38: Wir haben, als mein Vater krank wurde er die besten Witze gemacht.
00:16:42: Also wir haben Tränen gelacht über die Absurditäten.
00:16:45: Das hat dann anfing ... Auch man sah ihm körperlich an der Erkrankung.
00:16:49: Dann hat er sich überlegt, welchen Gruselcharakter aus dem Film näher sieht.
00:16:54: Da ist er aufgewacht meinte heute bin ich in Voldemort.
00:16:56: Dann haben wir mitgelacht.
00:17:01: Das heißt, das war toll und da war auch ein Teil einer langen Verabschiedung.
00:17:08: Auf jeden Fall war auf jeden Fall eine Teil vom Programm und das haben wir auch so gemacht.
00:17:15: Am Ende natürlich man kennt es mit solchen Erkrankungen.
00:17:17: also ich meine die allermeisten Leute in diesem Land kennen jemandem der Krieg.
00:17:21: Krebs hat oder an Krebs gestorben, die Diagnosen sind dazu gemein.
00:17:25: Diese Hoffnung, die immer aufgebaut wird.
00:17:27: Immer der neue Horizont, den man sich setzt ... Am Anfang hatten wir gesagt, er schafft mein Bachelor noch was und er hat das erste Semester durchgehalten.
00:17:34: Dann haben wir immer gesagt, meinen Geburtstag noch hat er dann auch verpasst.
00:17:37: also deswegen ist es auch immer ein Fluchensegen wie's halt so ist in solchen Sachen als wenn man schwankt Und dann weiß man immer nicht, ist jetzt der Moment zu trauern.
00:17:46: Obwohl die Person noch lebt?
00:17:47: Kann man traueren, wenn das eigentlich noch da ist?
00:17:50: Also es ist auch
00:17:51: ... Ja, gibt's keinen.
00:17:53: Ich überlege mir oft, ob das gut gewesen wäre.
00:17:56: Wenn er krank gewesen wär, um sich zu verabschieden oder ob dieses ... Er ist schon so ein ikonisches Bild.
00:18:04: Ich hätte mal einen Kamangier, wo er gar nicht reinpasste mit einem kleinen Auto nach Frankfurt zu fahren.
00:18:13: Und dann sich zum Armen und Schüß zu sagen.
00:18:17: Man hatte ja sonst ... Also, man hätte gar keine Trauerphase bevor er starb oder gar keine ... Es kann auch was Gutes haben.
00:18:26: Voll!
00:18:26: Auch weil wenn man die Person verabschiedet oder dann sozusagen gehen lässt wie sie ist... Und meine letzten Erfahrungen an meinen Vater sind natürlich die eines Todkrankmannes.
00:18:39: Also wieso was passiert, kann man sicher nicht aussuchen.
00:18:42: Und was aber vielleicht?
00:18:45: für Leute, die jemanden sehr nahestehen, der jemand ganz nahesteht und es verliert ... Für die ist vielleicht interessant zu erfahren... Das frage ich jetzt einfach mal euch beide!
00:18:54: Weil das ja so ... Was ist hilfreich?
00:18:58: Und was ist überhaupt nicht hilfreich im
00:19:01: Umfeld?!
00:19:02: Was hilfreich war immer auch bei meinen Kommilitonen und so etwas, wenn sie darüber gesprochen haben.
00:19:09: Wenn Sie offen waren und nicht so getan haben also ob jetzt gar nichts passiert wäre oder Verhaltens für unsichert sind und mir dann aus dem Weg gegangen sind.
00:19:21: ja also wo man so nennt wo auch dann mal heikle Fragen gestellt wurden.
00:19:28: Ja, wie geht es denn jetzt mit dieser Familie weiter?
00:19:33: Was macht denn jetzt dahin?
00:19:34: also meine Mutter war da ja auch noch jung und so.
00:19:39: Und dann auch solche Fragen ob man sich vielleicht selbst ich fühlte mich ja total schuldig Jetzt nicht weil mein Vater gestorben war aber dass meine Mutter jetzt da ohne Beruf auf der Straße steht.
00:19:50: Weil sie ja wegen mir aufgehört hat mit dem Studium.
00:19:55: und dann kamen noch diese ganzen Sachen, das er gerade ... Das gab damals noch dieses, dass man sich eine gesetzliche Rentenversicherung auszahlen konnte.
00:20:05: Die hatte es sich auszahlend lassen weil er in die private eingetreten ist, die aber noch nicht gültig war.
00:20:10: also Ganzes damals auch so tabuisiertes, entweder diese Arme.
00:20:18: Aber diese Normalität des Todes mit ... Und ja, diese Entstigmatisierung dessen darüber zu reden, das hätte mir damals gut getan und das ist nur ganz wenigen geglückt.
00:20:31: Ja, dem kann ich voll zustimmen.
00:20:34: Ich hatte, wie gesagt, ich war dann im zweiten Semester.
00:20:36: Und ich hab die ersten zwei Wochen vom Semester verpasst gehabt und man durfte bei uns aber nur zweimal im Semester fehlen.
00:20:43: Das heißt, ich musste allen ... Also, ich hatte den Angst, dass ich das Semester nicht schaffe.
00:20:49: Als ich wieder in die Uni zurückkam, musste ich allen Professoren erklären, warum ich nicht da war, damit ich mir eine vernünftige Entschuldigung baue.
00:20:56: Ich kann nicht mich körperlich dran erinnern.
00:21:01: Ich hatte eine solch panische Angst, dass die Fragen stellen und ich weinen muss.
00:21:04: Und wenn das einmal losgeht dann ... Und ich denke daran... Und ich hatte das so oft auf, dass ich zur Verantwortung gegangen bin oder alle sind in die Mensa und ich bin da nicht mit, weil ich dachte, wenn mich jetzt noch eine Person fragt oder wenn ich jetzt noch einmal einen Blick oder ein Kommentar, man wird natürlich auch von vielen Sachen getriggert, erzählt jemand anders was?
00:21:25: Und ich hab nur eine Assoziation.
00:21:27: Und ich glaube auch, dass diese Angst vor Menschen die weinen oder diese Verklemmtheit vortreten.
00:21:37: Dass man lieber Leute sieht, die das runterkämpfen mit ihrem ganzen Körper als das zuzulassen und es da drinnen gibt... Es war ganz wichtig, wenn mich das Freude irgendwann meint.
00:21:47: Du kannst ja weinen alles und dann hörst du irgendwann wieder auf und dann geht es weiter.
00:21:52: Das habe ich auch richtig internalisiert gehabt.
00:21:54: man darf nicht ... Ja mein
00:21:57: Z hat diese Interakt so eine junge Frau die weint.
00:22:01: Und dieses Unbeholfen und ich hab am Anfang in dem Semester das immer aufgespart.
00:22:06: Da habe ich den ganzen Tag durchgezogen und es hätte auch eine gute Zeit.
00:22:09: Dann bin ich abends aufm Fahrrad nach Hause gefahren bis zum Geht nicht mehr.
00:22:13: Und hab alles so, dann hatte ich mir immer das so vorgenommen heute Abend, weil nicht dann wenn ich alleine bin und ich glaube seitdem also diese Räume zu schaffen wo da stattfinden kann und Ich glaube dass es natürlich ganz schwierig.
00:22:26: Mir hat es geholfen Menschen die nicht von mir erwarten eine bestimmte Laune einen Tag zu bringen sondern mich auch traurig mitzunehmen oder einfach mal zu gucken was passiert.
00:22:38: Es ist immer ein schmaler Grad mit diesem, ich kenne das auch.
00:22:41: Ich fand es am Anfang mal fürchterlich, wenn Leute meinten ja meine Großmutter ist auch gestorben, dachte ich so, I feel you aber ich hab da gerade gar keinen Kopf für.
00:22:49: Gleichzeitig hat's mir dann auch manchmal geholfen später vor allem geholft und wenn ich Leute kennengelernt habe die vernünftig, also die beinahe aussahen.
00:22:58: Die war schrecklich.
00:22:58: Ich dacht dir wirklich in Zeit lang, ich kann nie wieder glücklich sein!
00:23:01: Und ich musste Leute sehen... Es gab dann so eine Schlange, da haben wir ein Zettel ausgefüllt in der Uni für die Halbweisen-Rente.
00:23:07: Die habe ich damals bekommen und musste sich eine Schlangen einstellen, damit man den Wisch von einer Uni bekommt.
00:23:10: Und die Schlange war so lang!
00:23:12: Das war für mich ein totaler Aha-Moment.
00:23:14: Ich dachte was?
00:23:15: Die sehen ja alle völlig
00:23:16: normal aus... Ja das sieht an diesen Schweiggespürhallen.
00:23:17: Ja,
00:23:18: die haben alle und ich dachte momentan, die hat das alle auch und wir setzen jeden Tag eine Uni zusammen und es hörte gar nicht auf.
00:23:24: Das heißt, ich glaube dass eine ist diese Sichtbarkeit, die es so dringend braucht, das Reden darüber und auf der anderen Seite glaub' ich auch die Erlaubnis.
00:23:32: ist es dann nicht ununterbrochend, das verhandeln zu müssen.
00:23:37: Man muss ja nicht immer glücklich sein, du hast gerade gesagt ... Du hattest eine Weile das Gefühl, du könntest nie wieder glücklich sein.
00:23:43: kannst du dich erinnern?
00:23:45: Wo's einen Moment gab wo sie auf einmal gedacht ach krass.
00:23:47: Ach das geht wieder!
00:23:48: Die Trauer
00:23:49: ist weiter da und trotzdem ...
00:23:52: Ja also es hat wirklich lange gedauert.
00:23:54: ich war auch ... Ich glaube auch dass ist das Ding, die Trauer alleine ist gar nicht so Dies aushaltbarer als die Erwartungen, die an so trauernde geknüpft werden.
00:24:04: Also immer diese Heldengeschichten, die aufgemacht werden auch die Romantik, die um Krankheiten rumgeknüpft wird eine Krebs.
00:24:09: Deswegen wir sitzen alle am Strand und die Möwen fliegen nie.
00:24:12: Mein Vater kotzt das Abendessen aus, das war für mich Krebs!
00:24:15: Und selbst die eine Sache, die wir noch machen wollten, die können wir nicht mehr machen.
00:24:19: dann diese Erwartung an bestimmte Phasen.
00:24:22: Du kannst bei der Beerdigung traurig sein, aber nach drei Monaten musst du dir eigentlich auch ein bisschen mehr kreinkommen.
00:24:26: Das
00:24:26: reicht jetzt auch mal...
00:24:27: Genau!
00:24:28: Ach so ist ja schon ein Jahr her als wäre das eine Sache.
00:24:31: Das heißt also vielmehr dieses was so drumherum sortiert wird.
00:24:35: Dieses Diese Nochalance, ich glaube es ist... Dass man dann aus so Heldenhaft daraus vorgehen muss und es dann besonders stark daraus wachsen.
00:24:45: Und ich dachte, seit lang ich bin jetzt überhaupt nicht stärker!
00:24:48: Ich bin ein bisschen trauriger, ich bin irgendwie in mir selbst einsamer.
00:24:53: Das heißt als es irgendwann so einen Moment kam, passt doch immer, ich würde mit Freunden auf der Wiese gelegen haben und einfach aus vollstem Herzen gelacht haben und danach zu denken, moment das ja komisch, ich war noch eigentlich traurig Als an dieser Moment kam, war es erschreckend lang.
00:25:07: Das hat gedauert tatsächlich.
00:25:10: Und was mich da natürlich ... Ich glaube das ist dann der letzte Punkt, was mich so eingeholt hat, dass er's anhält.
00:25:17: Irgendwann bin ich nicht mehr die neunzehnjährige, die ihren Vater verloren hat und ich bin die halt immer.
00:25:23: Dass man sich noch heute in Gesprächen sitzt Und dass ich noch immer das so denke.
00:25:32: Gott, wenn nicht die Stimme vergesse dann hab' ich alles vergessen.
00:25:35: Stimmt natürlich nicht!
00:25:36: Man kann auch die Stimmvergessen und es ist trotzdem okay.
00:25:39: Aber dass das nicht aufhört, fand ich so schlimm... Das war eine Erwartung, die dann einfach irgendwie geschürt wurde, die glaube ich ja...
00:25:49: Als er diese Frage ja also wann hat's denn dann aufgehört?
00:25:53: Natürlich kann man ab dem Moment wieder lachen aber den Moment wo man lacht fängt man dann schon wieder an zu heulen, weil das sind ja so Amplituten und vielleicht werden die Ausschläge ein bisschen kleiner über die Zeit.
00:26:06: Aber bis heute denke ich also, man hätte auch gerne den Vater alternd sehen und man hätte vieles auch gerne gehabt, dass er mitgeteilt
00:26:16: hat.
00:26:17: Man fragt
00:26:17: sich, wer hat da die Pandemie gefunden?
00:26:19: Wird der das gemacht?
00:26:20: Und es geht bis dahin, dass ich denke mein Sohn hat nie den Opa gehabt!
00:26:25: Ja und
00:26:28: wo?
00:26:28: ich bis heute mir denke also, wer der jetzt mit seinem Opa genauso wie er jetzt ist.
00:26:33: Also ich frage mich manchmal ob ich seinen Opa ersetzen konnte?
00:26:38: Das ist ein total... weil jeder Lebensphase wieder eine neue Frage.
00:26:41: Ich bin jetzt dreißig geworden!
00:26:43: Und es war total merkwürdig für mich zu denken dass mein Vater mich nie mehr dreißiger lebt.
00:26:49: Der weiß nicht das ich Klima... spirituell und so, aber der war nicht da.
00:26:54: Der hat das nie gesehen und ich dachte, er wäre ausgerastet in einem Fernsehstudio mit mir sitzen zu können... Ja,
00:26:58: wer wäre auch ausgerasted?
00:27:00: Mich doch!
00:27:00: Ich meine, er hat mich ja nur als Erstsemester...
00:27:06: Und der war damals schon bei mir stolz wie Bolle.
00:27:07: Er hat immer gesagt, ich hätte mir kleine SMS geschrieben, mein kleiner Bierbauch wenn ich wieder von so einer Party kam.
00:27:12: Mein kleiner Bier-Bauch, wie geht's dir jetzt?
00:27:14: Aber ich muss sagen echt, ich hab mit euch beiden ja schon in unterschiedlichsten Situationen zusammengesessen und euch in allen möglichen Varianten erlebt.
00:27:21: Luisa habe ich schon spät abends auf einer Party erlebt auf dem Balkon.
00:27:25: Ich hab dich nach Demo am Mikrofon reden gehört oder wie du eine Konferenz da mit Werf und Freude und Begeisterung gebuckt hast
00:27:33: usw.,
00:27:33: immer mit Esprit.
00:27:35: Ich muss sagen, ich lerne euch beide.
00:27:37: Also bei dir wusste ich ja schon die Geschichte.
00:27:38: aber noch mal von der gar
00:27:39: nicht neuen Seite
00:27:40: euch kennen, ja?
00:27:43: Nein das ist
00:27:43: wirklich...
00:27:43: Es ist für mich jetzt echt so, weil ich lernte mal eine ganz andere Seite an.
00:27:46: Ich kenne auch so gut wie überhaupt
00:27:47: niemanden, die ihren Vater oder deren Vater zu wirklich der exakt gleichen Zeit also...
00:27:53: Ja, das ist interessant!
00:27:53: ...wann mit dem Api fertig
00:27:55: und des Leben kommt Und man sieht, ich war gerade ausgezogen und hatte meine Wohnung.
00:28:02: Und mich davor meinen Geschwistern und allem ja... Ja das ist schon.
00:28:09: diese Phase ist noch mal eine ganz ganz ganz spezifische finde ich.
00:28:13: Und man erinnert natürlich einfach auf viele Details.
00:28:15: übrigens habe ich mich da auch in Sachen so In so politischen Fragen, würde ich sagen, durchaus radikalisiert.
00:28:21: Weil ich dann da saß und meine halbweisen Rente beantragte.
00:28:24: Dann hat mir die Frau am Amt ein absoluter Horro.
00:28:27: Du sitzt dann da und musst beantworten was dein Vater in den Jahre ist.
00:28:32: Da wusste ich, er hatte einen Heavy-Job an der Uni oder sowas.
00:28:35: Aber es ist alles entscheidend.
00:28:36: Du musst diese Erwerbsbiografie nachweisen können.
00:28:40: Und du denkst jeden Tag einfach nur durchhalten und atmen.
00:28:44: Kannst du mal sagen, schaffst du es nicht zu heulen heute wieder im Supermarkt?
00:28:48: Und dann sitzt sie da und muss diese Fragen beantworten.
00:28:51: Also die Bürokratisierung des Stärms.
00:28:54: Dann saß ich da und hab das erste Mal erfahren wie so eine halbweißende Rente funktioniert und ich war fastungslos.
00:29:01: Ich hoffe Leute wissen das aber ich fand's so schockierend.
00:29:04: Die Vorstellung wenn ein Vater besonders viel Geld verdient hatte... ...dann hast du davon mehr bekommen.
00:29:08: Ein Vater hat sehr wenig Geld verdiente.
00:29:10: Deswegen habe ich eine relativ kleine Halbweisenrente bekommen Und ich fand es so unlogisch.
00:29:15: Jetzt auch grundsätzlich betrachte, saß ich da und das war ein Moment wo ich dann auf einmal die Trauer bei Seite schieben konnte, weil ich über diese systemische ... Ich dachte jemanden, wenn der Vater viel hatte, hat er wahrscheinlich woanders was vererbt?
00:29:28: Du brauchst nicht noch so viele Halbweisen-Rente aber gerade diejenigen, die wenig hatten sind doch viel mehr darauf angewiesen!
00:29:35: Das ist bei der Rente insgesamt,
00:29:38: also bei der gesetzlichen.
00:29:39: Es fand ich auch schon immer ganz ungerecht dass man Diese Lebensstellung versucht, bis zum Tod zu wahren und über den Tod hinaus.
00:29:49: Weil die abgeleitete Rente ja genauso funktioniert.
00:29:53: Aber das heißt genau ... Es sind natürlich alles so Sachen, weil es alles klar ist.
00:29:57: Wenn man viel fühlt, dann erinnert man so viel, nimmt man soviel wahr.
00:30:03: Für mich war das eine sehr prägende Zeit, absurderweise auch eine glückliche Zeit.
00:30:06: Ich war da gar nicht erinnern mein Studium, mein Bachelor.
00:30:09: War ich super!
00:30:12: Er war eben auch tot traurig, also irgendwie alles.
00:30:18: Und gab es in der Uni dein Verständnis dafür?
00:30:21: Dass du jetzt in einer besonderen Situation bist oder wurde da so ... Ich mein das war erst was zwanzig, zwei tausend sechs, ne?
00:30:28: Sechzehn Jahre wurde dann so erwartet, jetzt weiter voll zu liefern.
00:30:32: Ja also ich hatte das ein bisschen ... für mich war es genau die Gegenteiligen, heute.
00:30:36: meine Mutter hat damals gesagt, diese Diagnose kamen und da hatte ich gerade eine Wohnungssuche nach Ingöttingen um das zu studieren.
00:30:41: Da meinte meine Mutter macht das mal weil du kannst hier wenig ausrichten.
00:30:45: Ich bin an den Wochenenden immer nach Hause gefahren zum Vater aber die haben gesagt, du musst das weitermachen.
00:30:51: mein Vater hat mir auch geholfen mit dem Umzug noch.
00:30:55: Das heißt, ich hatte mich wirklich entschieden das zu machen.
00:30:58: Dann hatten wir noch kurz überlegt, weil ich jetzt irgendwie so ein Freisemester mache.
00:31:01: Aber ich hatte eben keine kleinen Geschwister, ich hätte Größe-Geschwister.
00:31:03: Die haben sich um mich gekümmert.
00:31:05: Da hatte ich eine ganz andere Ausgangslage und dann hatte ich mir so ein bisschen vorgenommen ... Wir hatten in meiner Familie die Regel, wenn wir ... Wenn wir sagen, wir dürfen diesen Tod und dieser Sterben darf jeder Ausrede sein.
00:31:21: Wenn wir Sachen absagen wollen ... Wir haben alles gesagt, ich bin grad traurig.
00:31:24: Es war so ein bisschen, dass wir dachten, du hast ja ohnehin nichts davon.
00:31:27: Das schenkt dir nichts!
00:31:28: Aber das ist ein Joker und den nutzen wir.
00:31:31: Und das heißt, das hab ich einerseits, hätte ich da jetzt gesagt, Ich will das nicht machen, hätten alle das verstanden?
00:31:37: Ich wollte gleichzeitig aber auch ... diese Gelegenheit nutzen, an einem Ort sein zu dürfen, wo man nicht der Tod in jeder Ecke entgegenspringt.
00:31:44: Wo mich nicht alles an meinen Vater erinnert.
00:31:46: Wo ich nicht jeden Tag denke, oh Gott, ich bin die Arme kleine und hab mich im Studium ... Ich glaub es gab schon Verständnis und so, ich hatte tolle Freunde da aber mir war's auch wichtig dann zu sagen nee, ich mach das jetzt!
00:31:58: Und ich nutze diese äußeren Umstände für mich und um mich noch weiter in diese kleine Ecke reinzudrängen.
00:32:08: Ich glaube aber jetzt Im Nachhinein habe ich damit auch ein bisschen was aufgeschoben an Trauerarbeit.
00:32:15: Und ich bin vor zwei Jahren zum Beispiel noch mal eine unglaublich traurige Phase, da war ich ein halbes Jahr wirklich wie als wäre das gestern passiert.
00:32:22: Da war ich so traurig die ganze Zeit und ich glaube im Nachhinen hab ich mir so ein bisschen etwas auf Zukunftsluiser aufgeschoben.
00:32:27: Hab damals nicht alles so durchgefühlt sondern das ist dann Jahre später.
00:32:31: nochmal muss sich noch einmal nacharbeiten.
00:32:33: Ja bei mir war es sowieso so, als ich dann in Amerika studierte.
00:32:40: Da war dann meine Mutter mit dem Studium fertig.
00:32:42: Und meine Schwester waren aus dem Haus, das war ganz furchtbar.
00:32:46: Dann dachte ich immer, so bin jetzt doch mein Vater da.
00:32:49: Da hab' ich mir dann so ganze Schlösser zusammengeheimt, dass hier gar kein Heimweh hätte und das alles ...
00:32:59: Ich könnte jetzt eine Umarmung bekommen, wenn ich nur einmal richtig in den Arm genommen werde.
00:33:03: Dann wird's auch wie ... Ja, ist natürlich quatsch!
00:33:05: Und du hattest das auch gerade noch mal so angesprochen?
00:33:08: Issa, dass dann bei bestimmten Situationen ... Mensch, wie hätte er das gefunden... Wenn du dich für Sachen entschieden hast, zum Beispiel Fridays for Future, ich schreibe jetzt mal alle an.
00:33:20: Wahrscheinlich ahnen, dass du ganz viele blöde Antworten bekommst, wie du bei Campact ja immer so erzählt hast.
00:33:25: War das dann auch so ne Dimension?
00:33:28: Was würde mein Vater jetzt sagen?
00:33:29: Oder ist das dann losgelöst davon?
00:33:33: Also, mein Vater war jetzt in Sachen Klima.
00:33:35: Ich würde sagen eher so ein fossiler Boomer.
00:33:39: Das heißt ich habe deswegen vielleicht sympathisierig auch sehr mit dieser ganzen Schnitzel-Auto-Feieramt-Zigarette-Fraktion.
00:33:47: Nee wir haben uns so nahe aber an dieser Stelle haben wir gelacht viel also.
00:33:51: ich hab zum Beispiel eine Kampagne gehabt dass ich bei uns zu Hause einen Veggie Day einführen wollte.
00:33:56: Ich bin eh nicht gescheitert.
00:33:57: Genau, ich bin eh nie gescheittet wegen Grünen, glaub ich damals.
00:34:01: Das hat gedacht dich ... Weil ich hab dann in einer Oberstufe aufgehört Fleisch zu essen und dann habe ich meinen Eltern vorgeschlagen können, wenn ich einen Fleischfreien Tag auch zu Hause mache so als ... Und da hat mein Vater sich aufgeführt wie so ein kleinen Kind, dass man irgendwie Brokkulife hat.
00:34:16: Da hab ich wirklich morgens mit ihm, da hab ich ein Frühstück gemacht Und das war für den so Unvorstellbar, morgens auf die Schinkenbrötchen zu verzichten.
00:34:24: Der hat dann mit mir ... Das war für ihn wie ein Ausflug ins Disneyland aber halt negativ.
00:34:29: Muss ich das jetzt?
00:34:32: Dass immer von einem großen Auto geträumt hatten, hatte er im Zweifel nicht.
00:34:36: Aber es war immer die Wunschvorstellung.
00:34:39: und mit dem Klima-Ding und der Nachhaltigkeit.
00:34:43: Ich glaube, der hätte sich gefreut, wenn ich mich engagiere.
00:34:46: Aber mit dem hätte ich jetzt genau die Diskussion geführt, die auch mit anderen älteren Männern dafür.
00:34:55: Und das ist natürlich
00:34:57: so.
00:34:57: und das heißt ... Als ich mich dann engagiert hab mit diesen Klimasachen oder als ich da auch angefangen habe... Da war meine Mutter, meine Schwester, meine Großmutter.
00:35:10: Die Frauen der Familie waren wichtige Instanzen, die mich sehr unterstützt haben.
00:35:14: Bei meinem Vater habe ich eher glaube ich dann in Gesprächen gedacht, wie würde das meinen Vater jetzt gerade sehen?
00:35:22: Um mir zu helfen auch eine andere Perspektive einzunehmen.
00:35:24: Dieser permanente Konjunktiv, der begleitet mich bis heute.
00:35:28: Dieser permanenten Konjunktor, wie hätte er das jetzt gesehen?
00:35:31: ja und was würde ich dann darauf sagen... Wie würde ich denn da diese Auseinandersetzung gewinnen?
00:35:38: Weil wir viel so diskutiert und hart diskutiert.
00:35:44: Das ist wirklich absurd.
00:35:45: dieser Konjunektiv!
00:35:46: Stimmt, und die mit in Sachen Ökologie ist ein bisschen ne Blackbox.
00:35:50: Aber es ist auch ... Ich glaube, weil Klima- und Ökologie wird oft als Generationskonflikt erzählt.
00:35:57: Und das finde ich so ohnehin, also kann man natürlich moralphilosophisch als Generationenkonflikte und juristisch natürlich auch auslegen.
00:36:03: Ich finde gesellschaftlich gibt's aber ... Es ist nicht immer sozusagen eine hilfreiche Perspektive und auch gar nicht so akkurat.
00:36:11: Da hat's mir glaub ich eher ... Also, da hat es meinen Blick erweitert.
00:36:16: Und der hilft mir meinem Vater manchmal so als ... Wenn ich mit Leuten rede oder wenn ich in Gesprächen bin auch mit Leuten, die er gut fand vielleicht früher, dann denk ich eher okay Moment wie könnte das ja jetzt so machen dass man zum Beispiel jemand wie mein Vater sagen würde, da gehe ich mit?
00:36:34: Ja, das finde ich, das merkt man dir an, dass du ja sehr entschieden bist aber eine Milde hast und nicht so ne Moralisierende Aburteilung der Leute, die deine Prozesse haben.
00:36:41: Ja, ich sag's dann für den
00:36:42: Tisch und hab das Gesetboot verteidigt!
00:36:43: Und das bin gescheitert!
00:36:46: Gibt ihr Menschen wie den Leuten zurück?
00:36:47: Aber
00:36:48: es finde ich trotzdem interessant... Ich meine, Ihr Vater ist aber schon nicht so alt, wann war er geboren?
00:36:53: Die fünfe Fünfzehnte, genau
00:36:54: diese Welt.
00:36:56: Das hatte ich jetzt nicht als mein Sohn da.
00:37:00: Wie alt wäre der gewesen sein fünfzehn?
00:37:02: zum Vegetarier wurde.
00:37:04: Das war mir selbstverständlich, also das war...
00:37:06: Also ich wollte nur sagen als ich vegetarien wurde es lag an einem Konzert in Dresden im Riesaev wo die im Hintergrund so Bilder von hinter der attraktiven Band waren die Bilder vom Tiertransport und danach entschied ich im vegetarieren Silenzen.
00:37:19: Und das war halt Anfang der neunziger Jahre in Sachsen und da gab's halt nichts ja außer Pommes.
00:37:23: War so das einzige was man sich ernähren konnte hat bei uns zuhause auch viel Begeisterung gesagt.
00:37:28: mein Vater meinte auch noch manchmal mit Kann man halt nicht mal mit dir weggehen und so, weil das auch wirklich schwierig war damals.
00:37:34: Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen oder an jeder Ecke.
00:37:36: Dass
00:37:36: ich jetzt auch mal anders kochen lauern muss!
00:37:39: Aber
00:37:40: es ist eigentlich ein tolles Beispiel für Shifting-Baselines sind, um dass wir das einfach Leute sagen haben hat ihr alles nichts gebracht.
00:37:46: aber wie schnell sich die Welt die ganze Zeit verändert?
00:37:48: Und da auch im Positiven ist
00:37:49: einfach
00:37:50: viel einfacher als heute.
00:37:52: Du musst
00:37:52: heute gar nicht mehr sagen Ich bin weggeteilt, um eigentlich quasi fleischlos leben zu können, weil's überall eine Alternative
00:37:58: gibt.
00:37:58: Es gibt immer noch sehr stark Du hast jetzt regionale Unterschiede angesprochen.
00:38:03: Es gibt diese immer noch, also in Berlin muss man da dann ergibt ja.
00:38:09: Wo man sagt, wo es genau umgedreht hat.
00:38:12: aber wenn ich danach Bayern oder so etwas, da gibt es schon Gegenden wo ich das tatsächlich zu verteidigen.
00:38:19: Ich wollte nur eine andere Dimension ansprechen, weil es klang jetzt, fahren wir so an mit den Einkommen deiner Eltern.
00:38:24: Und als ich mich heute auf das Gespräch mit dir vorbereitet habe ist mir eins aufgefallen wenn man deinen Namen so eingibt dass da ganz oft irgendwie immer kommt das Vermögen von Luisa Nielbauer.
00:38:35: Wenn ihr das jemand findet, bitte let
00:38:38: me know.
00:38:40: Das
00:38:41: ist
00:38:42: für rechte Kampagnen weil ich habe dann den Artikel gefunden der hat die Überschrift vermögen und am Ende kommt aus jedem Text eigentlich hervor dass du nicht die Milliardären bist, dass sie unterstellen so.
00:38:58: Aber es wird immer so ... Ja, sie hat ja dann auch Bücher veröffentlicht und da wird sie bestimmt auch dran verdient haben.
00:39:02: Wie viel Sie bekommen hat das nicht bekannt?
00:39:05: Es spielt mit diesem Prinzip des Basswirts und sozusagen das Zuschauen.
00:39:08: Und die Überschrift ist mit einem Fragezeichen.
00:39:11: Das ist echt, so zu sagen, hab ich jetzt noch mal erzählt, ne Vater am Ende ein kleines Auto eine kleine halbweißen Rente und dieses Ganze irgendwie was ja auch gezielt durch rechte Kampagnen im Netz hochgefahren worden ist So was Hauptsache mit Träckbeworfen und irgendwas bleibt dann hängen bei den Basswörtern, auch wenn es danach null Belege da ist.
00:39:30: Ich mein, was ja auch übrigens wär's jetzt nicht
00:39:32: für so einen schlimmen Vermögen zu sein... Aber ich finde das halt so eine Delegitimierung, die damit verspricht.
00:39:38: Ja, für wen man sprechen
00:39:39: darf?
00:39:39: Und es glaubt ja schon also zum... Also ich komme aus einem total privilegierten Background- und das ist glaube ich auch nicht verboten.
00:39:46: Genau!
00:39:47: Das ist natürlich wichtig zu reflektieren.
00:39:49: Also gar nicht nur finanziell gesprochen aber kulturell dass meine Eltern studiert hatten diese ganze Sachen, die dazugehören.
00:39:54: Dass wir aus dem urbanen Raum kommen.
00:39:56: Dass ich irgendwie im Ausland studieren konnte und diese ganzen Sachen.
00:40:02: Und dass meine Mutter irgendwann zu mir meint, du musst dich auf Spendium bewerben!
00:40:05: Weil es bewärmen sich zu wenig Kinder auf Spendi und deswegen... Also all das?
00:40:09: Ich habe ältere Geschwister, die immer ... Meine Großmutter hat in der sehr reichen Familie reingeheiratet, wieder rausgeschieden wie das halt so ist aber kannte sie auch da aus und ich glaube das ist wichtig das zu benennen Auch weil wir ja so eine Privilegien, ich würde sagen Unsichtbarmachung haben wo es bequem wird gerade auch im Diskurs.
00:40:30: Ich finde das total dramatisch aber dass einerseits der Mensch gerade besser weg kommt der aus dem Privilegen nichts macht.
00:40:37: Also, das ist nicht.
00:40:37: die Annahme wäre ja ... Soll man nicht ... Ist nicht ein Privileg auch eine Auftrag?
00:40:41: Wäre nicht das irgendwie ideal.
00:40:43: Und auf der anderen Seite, dass wir alle darüber sprechen, unseren Blick zu weit und Empathie zu lernen, Lebenswelten kennenzulernen.
00:40:50: Dass aber ein bisschen die Annnahme hier am Raum steht.
00:40:55: Der einzige Blick den du legitimerweise vertreten kannst, ist exakt die Art und Weise wie du zum Beispiel aufgewachsen bist.
00:41:04: Es muss auch der Anspruch wäre, der Anspruch an meine eigene Arbeit völlig so weit wie ich kann losgelöst davon mein Blick zu richten.
00:41:10: Und ich hatte jetzt das Riesenglück, wie gesagt, dass meine Eltern aus dem sozialen Bereich kommen, aus dem Gesundheitssektor.
00:41:16: Meine Mutter arbeitet Schichten in einem Asclepios-Krankenhaus.
00:41:19: Das heißt die... Also ich habe ganz viel Zuhause gesehen und erlebt.
00:41:25: Dass dann so.
00:41:25: diese Geschichte ist natürlich ein bisschen ein Dauner für mich, dass die Mediaders-Tochter, wo ich denke mein Vater war wirklich so weit weg von der Mediader.
00:41:32: Aber vor allem denke ich ... Ich würde einfach als dafür geben, dass ich den Vater noch hätte.
00:41:38: Das ist natürlich irgendwie auch so eine ... Ja, das ist ein Respekt.
00:41:44: Despektierlichkeit sich wirklich... Also dann guckt Google doch wenigstens einmal was mein Vater macht und dann kannst du nachgucken in welchem Holz sagt er jetzt gerade vor sich hinmordert?
00:41:55: Also den einen Satz, von den wir mal im Sinne unseres TKWs unterstreichen entscheidet es ja auch gar nicht sozusagen wo man herkommt sondern welche Entscheidungen zu trifft und wenn was auch immer privilegiert ist.
00:42:08: Ich würde sagen, jeder der in Deutschland geboren ist es schon mal privilegiert im Vergleich zu anderen Regionen auf der Welt.
00:42:14: Ist ja immer die Frage welcher Entscheidung treffe ich?
00:42:16: Was mache ich damit?
00:42:17: und muss mich nicht dafür entschuldigen aber hier fand ich's halt so bezeichnend weil das ganz offensichtlich eine delegitimierende Kampagne gegen dich ist, weil du dich so engagierst und dir auch so überzeugend engagierste.
00:42:27: Klimaschutz.
00:42:28: Genau.
00:42:29: Ich wollte noch den Zusammenhang also erst mal muss um das auch mal den Zuhörenden hier transparent zu machen.
00:42:38: Wir erfahren nicht immer vorher, was die Antwort auf den Sprung ist und auch hier, weil wir total überrascht über die Antwort waren
00:42:46: ... Wir haben schon sehr viele sehr überraschende Antworten ausgesprungen.
00:42:50: Was das viel Interessant macht und von daher würde mich dem auch sehr anschließen.
00:42:56: Vielleicht wenn ich noch einsetze sagen kann, aber ich glaube, ich hab mir ja im Vorfeld von diesem Podcast überlegt also es gibt Es gibt Dinge, die einem im Leben passieren.
00:43:05: Und das ist mir passiert, da konnte ich nichts dran ändern.
00:43:08: Ich hätte nicht mein Schädel da und denkt, ich kann nichts tun.
00:43:10: Ich hab keine Zauberformel um Krips zu heilen.
00:43:13: Man kann ... Ich hab meinen Vater zur Chemo gefahren.
00:43:16: Wir saßen da und haben die Gala gelesen als er die Chemo bekommen hat und haben über Schlagzeilen von Heidi Klum gesprochen.
00:43:24: Sie erinnert sich noch.
00:43:26: Du kannst nichts machen außer guten Witz, um diese Situation zu verändern.
00:43:30: Bei der letzten Chemo war klar, dass das funktionierte.
00:43:32: Wir sind wieder rausgegangen und es war klar die Winken tschüss aber die winken ihm vor allem sozusagen kein Liebwohl weil er würde nicht wohlleben.
00:43:42: Und dann steht man an dieser absoluten Ohnmacht.
00:43:44: und für mich ist diese Erfahrung aber auch so entscheidend gewesen Weil ich erlebt hab wie's anders sein kann Dass ich irgendwann dachte oder auch irgendwann begriffen habe.
00:43:53: Ich kann entscheiden, was ich passieren lasse aus dieser Situation.
00:43:56: Ich bin diesem Eck-Erlebnis ausgesetzt aber ich kann entscheiden wie ich damit umgehe und das glaube ich ist wenn man so über Sprünge spricht auch derche die man nicht neben möchte war das für mich so entscheidend weil ich glaube ich noch nie in meinem Leben musste ich mir selbst so bewusst und es hat natürlich auch davor ein Privileg das nichts zu missen.
00:44:13: aber ich muss bis dato nie so bewusst mich selbst in die Hand nehmen und zu sagen, niemand kann mich aus der Situation rausholen.
00:44:19: Niemand kann jetzt mein Herz für mich kitten nur
00:44:22: ich.".
00:44:23: Und das liegt einhundert Prozent gerade bei mir, ob ich das mache oder nicht mache.
00:44:29: Ich kann mich, wenn ich will kleinmachen und auch ein bisschen darauf ausruhen, dass mir das passiert ist ... Oder ich kann sagen, Luisa komm, irgendwo musst du es hingehen und du willst eigentlich da wegkommen?
00:44:39: Du kannst schwimmen, wenn da der Boden unter dir wegbricht!
00:44:44: Das war glaub ich für mich Der Teil, der dann nachhaltig mein Leben geprägt hat.
00:44:49: Weil ich jetzt auf ganz anderen Ebenen sehr oft darüber nachdenke was passiert uns?
00:44:54: Aber was lassen wir auch passieren?
00:44:56: Und es ist sehr leicht, den Blick dazu zu verlieren für die ganzen Sachen, die man passieren lassen kann und wie oft mal nicht nur einseitig den Umständen ausgesetzt ist.
00:45:06: Sondern wie viel gerade Menschen, die sich einsetzen, Menschen in Positionen, Menschen die vernetzt sind, Menschen, denen Funken von einem Privileg oder Möglichkeitenraum haben, wieviel da eigentlich losgetreten werden
00:45:15: können.".
00:45:16: Also ich würde genau diese Umsetzung auch jetzt angesprochen haben.
00:45:19: Diese Dinge passieren, da konnte man nichts machen... Egal was man gemacht hätte, also es wäre halt passiert.
00:45:30: Aber dieses dann gleichermaßen als ein Sprungbreit für sich selbst zu benutzen und zu sagen, was kann ich denn machen?
00:45:36: Das ist passiert im Guten oder den Schlechten wie auch immer ja.
00:45:39: Also sich nicht nur so als reagierende sondern auch als aktive Personen als agierende zu sehen.
00:45:47: das war mir schon dann wichtig.
00:45:48: Es war mir wichtiger als damals Positionen angeboten wurden wo ich dann dachte Na ja, das ist jetzt bequem.
00:45:55: Das kriege ich da schon während meinem Studium danach Vollzeitinfos zu der Stelle
00:45:59: angeboten.".
00:46:00: Dann dachte ich immer, nee, das passiert mir einfach so.
00:46:03: I didn't go for it!
00:46:05: Ich muss wirklich sehen, dass ich auch agieren kann und insofern glaube ich, dass vieles von meiner eigenen Karriere und von eigenen Entscheidungen direkt damit vorknüpft ist – auch wenn es mich in der Situation selbst sogar nicht bekannt war, dass mein Leben in die Hand nehmen wollte.
00:46:23: So,
00:46:24: Angebote
00:46:25: die man bekommt.
00:46:29: Also du hast ja auch im politischen Raum und auch ... öffentlichen Raumangebote bekommen.
00:46:34: Das, was immer bekannt ist, das tun Siemens ... Vorstandaufsichtsrangier wurde dir angeboten?
00:46:40: Hätte
00:46:40: man denn tatsächlich
00:46:41: gegründet?
00:46:42: Da hätte ich mal ein bisschen ... Aber
00:46:45: ich wollte noch mal übernommen.
00:46:46: Das hast du ja auch schon begründet in der Öffentlichkeit und glaub' ich verrat jetzt hier kein Geheimnis.
00:46:50: Du musst ja nicht so sehr ins Detail gehen aber ich weiß aus dem politischen Berlin dass nachdem Luisa Neubauer wurde die eine Öffentlichkeit war die begeisterte es natürlich also mindestens eine Partei gab, die sozusagen gerne dich zur Bundestagsabgeordneten und für sonst was genommen hätte usw.
00:47:08: Und du hast dich ja glaube ich schon bewusst dagegen entschieden den direkten Weg in der Parteipolitik zu gehen.
00:47:14: Ich brech das deswegen an auch wenn es ein bisschen von dem Thema wegführt weil wir in dieser Runde mit Menschen auch gesprochen haben die sich ganz bewusst irgendwann für diesen Sprung entschieden haben und ich finde es total spannend wie man der so politisch Umträglich ist wie du, dass ich dann aber bewusst... Also bist ja in einer Partei bekannt bei den Grünen.
00:47:31: Aber das sich ja bewusst gegen den Weg entschieden dort jetzt reinzugehen und dort wenn man es so will die Karriere zu machen.
00:47:38: Ja also das ist ein guter Punkt.
00:47:41: des eine ist Ich werde das hier jetzt gar nicht, aber ich werde es natürlich ab und zu gefragt.
00:47:47: Und dann wird insinuiert... Ich würde nicht in der Politik sein!
00:47:50: Und für mich ist das schon entscheidend zu sagen, dass ich mit der Politik und ehrenamtlich übrigens grüße an die Vermegungsverwalter.
00:48:00: Aber was wir gesehen haben, glaube ich, in der ökologischen Bewegung, in vielen sozialen Bewegungen, Die Bedingung zu verändern, unter denen Politik gemacht wird einfach so viel Potenzial haben.
00:48:19: Ähm, Politik an sich zu verändern.
00:48:21: Also es wird sozusagen Politik wird so oft als ein parteipolitisch verengte Raum betrachtet und die Erfahrung war ja.
00:48:28: aber für uns in den letzten sieben Jahren das wenn wir Bedingungen schaffen unter denen ökologische Politik zum Beispiel mehrheitsfähig wird bekannt wird populär wird Lösungen und Probleme enger zusammenkommen ist ein Diskurs gibt der nach vorne geht junge Leute mitgenommen werden Generationen eingebunden werden dobsonschehen all dass dass das eine solche, sagen so einen katalytischen Effekt hat.
00:48:49: Katalysierenden, katalysischen, was sagt man?
00:48:51: Verstärkenden Effekt haben kann.
00:48:53: auf das Pass passiert und das war für mich so unglaublich, sagen bereichernde politische Erfahrung zu sehen, dass wir ... Das in unserer Hand liegt unter anderem nicht alleine aber auch.
00:49:07: Dass es für mich logisch ist bisher zumindest zu sagen ich möchte weiterhin Bedingungen schaffen die den Schutz unserer Lebensgrundlagen, die soziale Absicherung von Klimaschutzmaßnahmen.
00:49:17: All das wahrscheinlich machen und besser
00:49:20: machen.".
00:49:20: Ich glaube dann auch... Und das ist diese andere Sache, glaube ich einfach eine gelebte Aufgabenteilung, dass in der Zivilgesellschaft quasi groß geworden bin jetzt!
00:49:29: Wir brauchen Leute, die zivil gesellschaft organisieren.
00:49:31: Das ist sehr schwer Menschen... Also, manche Menschen, die vertrauen in die Zivil-Gesellschaft genießen, sind gar nicht so leicht aufzubauen.
00:49:39: Manchmal ist es vielleicht sogar logischere Sprung sozusagen ins Mandat reinzugehen.
00:49:44: Und wenn wir dann Menschen haben oder Institutionen haben, in der Zwiegelzeit dafür würde ich immer sagen oh da müssen wir rein und nicht diesen Braindrain noch befördern das dann alle rausgehen?
00:49:52: Das funktioniert aber natürlich nur so lange auch seitens der Mandatspolitik Leute sind die das umsetzen können!
00:49:58: Und diese Legislatur würde ich sagen ist für mich erstmals wirklich da so ein bisschen ... Herausforderungen, weil ich mir total Sorgen mache.
00:50:08: Dass wir so eine Verdünnung von zum Beispiel Fachkompetenz in der Politik haben und auch Gesellschafts zwischen menschlicher Kompetenz, die ich ganz doll vermisse an verschiedenen Orten in der Politik.
00:50:18: Das natürlich dieser Wirkungsgrad ein bisschen kleiner wird.
00:50:20: Wir können jetzt ganz viel machen aber wenn es praktisch auf der anderen Seite die Leute und Institutionen fehlen... die dann auch die Dinge sehen, wahrnehmen und das Momentum greifen.
00:50:30: Ich meine gerade jetzt wir sind in der Energiekrise.
00:50:32: Wir haben ein... Und sagen jedes... Jede Zahl der Welt rechnet uns grade vor warum wir versieren oder eigentlich unabhängig machen wollen.
00:50:40: Man plant grad praktisch das Gegenteil der Politik.
00:50:42: also es ist einfach... Das ist so irre!
00:50:45: Das heißt ich würde sagen diese Kalkulation mit der ich bisher sehr gut gefahren bin Arbeitsteilung, Zivilgesellschafts-Jerking.
00:50:52: Überbandespielen, Bedingungen für die Politik schaffen.
00:50:55: Das wird jetzt alle sehr auf die Probe gestellt und dann muss ich natürlich irgendwann mal neu ruieren wie lange das aufgeht oder wie das gut geht.
00:51:03: Es ist ja interessant werden Kevin Köneth hier?
00:51:06: Ich habe mich dann gefragt, was er denn mit Finanzwende und dann kam auch als erstes.
00:51:12: Es ist ihm ganz wichtig überparteilig.
00:51:15: Und dann kam aber auch ... Das haben wir nicht ganz ausdiskutieren können.
00:51:21: Es hängt natürlich davon ab, dass diejenigen, die in der Parteien sind daraus machen.
00:51:26: Und wenn es keine kommunizierenden Röhren sind oder Machtgleichgewichte, dann hat natürlich so eine zivilgesellschaftliche Organisation bei Weitem weniger Einfluss.
00:51:37: Als ich gefragt wurde in die Politik zu gehen, sagte ich immer – Ich kann eigentlich aus dem Amt heraus, welches ich einnehme mit meinem Studium
00:51:46: viel
00:51:47: mehr helfen, also wirklich jetzt so aus diesem Vielmehrhelfen als ich aus der Politik herauskämpfen könnte.
00:51:54: Aber du hast
00:51:56: ja auch
00:51:56: viele politische Kampagnen
00:51:59: mit unterstützt
00:52:00: und starten.
00:52:00: Es ist genau das voraus, was Luisa sagt in dem Moment wo es eine Schwäche wird geht die eigene Wirksamkeit runter.
00:52:13: Das ist ein totales Drama!
00:52:16: dass die aktuelle Klimapolitik, wenn man sie noch so nennen möchte oder so.
00:52:21: Natürlich auch ein Sinnbild für ein ganz grundsätzliches demokratisches Problem das diese Verbindung des Funktionales, dass sich so viele Menschen richtigerweise nicht gehört fühlen weil sie werden gerade nicht gehört.
00:52:35: und es gilt natürlich auch für Teile der Wissenschaft für Expertise, die herabgewürdigt wird.
00:52:40: Für Engagement werden diese ganzen Fragen mit Demokratie leben.
00:52:43: also das Menschen, die sich für irgendwie den Schutz der Demokratie gegen rechtsextremismus einsetzen als irgendwie dann so NGO-Unternehmer oder Demokratieunternehmer oder sowas diskreditiert werden.
00:52:53: Das genau!
00:52:55: Das heißt auch da glaube ich ist die Art und Weise wie jetzt zum Beispiel gerade Klimabewegung Ich würde sagen, weiten sind doch ein bisschen Common Sense herabgewürlicht wird.
00:53:06: Das passiert natürlich mit ganz vielen Facetten in der Demokratie was ja wiederum das Erste ist worüber sich dann zum Beispiel die Demokratiefeinde freuen also diese Deprivationen dieses sich abgelehnt fühlen dieses auch sich nicht wahrgenommen fühlen auch mit diesen.
00:53:21: es finde ich auch so erstaunlich wir haben diese ganzen Fragen gehabt um die Rechte von Frauen und diese um die Deep Fakes die großen Proteste Dass man als Kanzler sich nicht ein einziges mehr hinschält und sagt, liebe Frauen in Deutschland ich sehe euch.
00:53:34: Ich höre euch Das wär's.
00:53:37: Also für den Moment
00:53:38: wäre es das!
00:53:39: Ich bin bei dem Thema ganz bei dir, aber bevor wir das Thema dich aufmachen und Luise als schwerbeschäftigter Mentem hat in wenigen Minuten müssen wir zum Ende kommen.
00:53:47: Ich rede mich im Rahmen.
00:53:48: Ich
00:53:49: wollte aber noch mal einen Punkt untersteichen.
00:53:51: ich liebe total diesen Satz von dir die gelebte Aufgabenteilung und dass das auch so ist.
00:53:58: Es lohnt sich natürlich immer zu überlegen wann und vielleicht doch welchem Lebensabschnitt man wo wie tätig ist.
00:54:04: Ich will aber schon noch sagen, dass sie es für mich gerade ein totaler Fortschritt, wie wir über die Wechselwirkung zwischen kritischen Köpfen in Wissenschaft, Bewegungen und Parteien reden.
00:54:19: als es die Proteste zu den G-Achtgipfelprotesten gab.
00:54:22: Da gab es noch so eine Kultur innerhalb der Bewegung, dass immer die Bewegungen das Etle und Reine waren und die in der Partei waren irgendwie das Böse.
00:54:30: Und teilweise haben Parteien dann auch wiederum sehr despektierlich auf Bewegungen geschaut und so an die Finde sein, weil wir oft über Verschlechterungen sprechen.
00:54:37: Das gibt – das ist schon ein Fortschritt, dass wir jetzt so tritt sitzen und sagen, Mensch aber man kann politisch wirksam seinen ganz unterschiedlichen Stellen wichtig.
00:54:47: Und es muss auch irgendwie an Resonanzräume geben, wo die aufeinander reagieren und wo man dann wie tätig ist?
00:54:54: Genau!
00:54:55: Dennoch würde ich sagen jetzt aus anderen Kulturen heraus argumentierend haben wir natürlich immer noch eine extreme Versäulung.
00:55:04: Es ist ganz schwierig in die Politik und dann wieder raus... für eine Gesellschaft gut ist, wenn man nicht eingespart ist und dann einen Sektor für immer verlassen muss.
00:55:18: Da muss man sagen hat die USA bei allen Krisen, die es da demokratisch gerade gibt.
00:55:23: Aber ich war vor der Wahl von Donald Trump drei Monate da sozusagen zu erforschen letztendlich, wie dort Klimabewegungen irgendwie Demokratie klimisch alles voranbringen.
00:55:33: Und ich war so beeindruckt davon, dass selbstverständlich es dort Augenhöhen gibt und damals haben alle über den Inflation Reduction Act gesprochen als so großes beiden Projekt.
00:55:41: Letztendlich war das ein zivilgesellschaftliches Projekt was in der Zwischenindustrie Gewerkschaften und Klimabewirkung ausgearbeitet wurde an die Demokraten heran.
00:55:50: Und dann wurde das verteidigt und letztendlich umgesetzt oder eingeführt.
00:55:54: Dann war klar, jetzt brauchst du diejenigen, die es umsetzen.
00:55:56: Da ist man wieder in Industrie, Gewerkschaften und Bewegungen, die das Ganze ins Leben rufen.
00:56:00: Und da hätten wir in Deutschland noch so viele Potenziale ... Soviel?
00:56:04: Ja.
00:56:06: Viel zu tun!
00:56:07: Danke für deinen Einsatz und zur Förderung dieser Potenzialo.
00:56:11: Ich würde mal sagen, es wird spannend bleiben in deinem Leben.
00:56:14: Ja, ja, völlig gehoffentlich und vermutlich.
00:56:21: Ja, das hoffentlich unterstreiche ich.
00:56:24: Und das vermutlich sitze ich mit dem Ausrufezeichen.
00:56:28: Vielen Dank für die Zeit!
00:56:32: Der Sprung ins kalte Wasser wird produziert von mir Jan Wetzel.
00:56:36: Das Sounddesign kam von Bonnie Stowef.
00:56:39: Abonnieren könnt ihr den Podcast auf den üblichen Plattformen und Video auch auf YouTube.
00:56:43: Folgt uns und hinterlasst uns doch gerne eine gute Bewertung.
Neuer Kommentar